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Verzollen leicht gemacht 8 Tipps für eine stressfreie Ein- und Ausfuhr von chemischen Erzeugnissen

| Autor/ Redakteur: Gerald Floss* / M.A. Manja Wühr

Eine Zollprüfung kann sehr schnell sehr teuer werden. Wer Vorschriften missachtet, dem drohen Bußgelder, Strafverfahren und der Wegfall von Zollerleichterungen. Dabei steckt der Teufel im Detail. So managen Sie Zollfragen regelkonform und effizient.

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Stress bei Zoll und Außenhandel vermeiden: 8 Tipps für eine stressfreie Ein- und Ausfuhr von chemischen Erzeugnissen
Stress bei Zoll und Außenhandel vermeiden: 8 Tipps für eine stressfreie Ein- und Ausfuhr von chemischen Erzeugnissen
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Bei der Wareneinfuhr und Ausfuhr sind viele EU- und nationale Zollvorschriften zu beachten. Sämtliche Neu-Regelungen müssen Unternehmen eigenverantwortlich beachten, sonst drohen Bußgelder und Strafverfahren. Der Import- und Exportprozess sollte deshalb regelkonform und effizient aufgestellt sein. Bei der Beurteilung selten auftretender Sachverhalte ist es sinnvoll, externe Zoll-Spezialisten hinzuziehen. Besonders im Mittelstand fehlt oft das entsprechende Know-how.

Werden Verstöße aufgedeckt, kann der Zoll nicht nur Bußgelder verhängen, sondern auch die Erleichterung der Zollabwicklung aufheben, was erhebliche Verzögerungen und Kosten bei der Ausfuhr nach sich zieht. Bei der Ausfuhr von Chemikalien und deren Vorprodukte müssen Unternehmen genau prüfen, ob diese z.B. als so genannte Dual-Use-Chemikalien nicht missbräuchlich zur Herstellung von chemischen Waffen genutzt werden können. Das verlangt Fachkenntnis sowohl in Bezug auf die chemischen Erzeugnisse, als auch in Bezug auf die rechtlichen Bestimmungen. Ein weiterer Punkt ist die Optimierung der Abfertigungs- und Zollkosten, die vor allem bei der Einfuhr von Rohstoffen und Vorprodukten entstehen. Aber auch für Kunden lassen sich Zollkosten optimieren.

1. Risiken ermitteln

Um sicher zu stellen, dass Organisationsstrukturen sowie operative und strategische Prozesse im Zoll- und Außenhandelsbereich stimmen, sollten Sie zunächst den Ist-Zustand und den potenziellen Handlungsbedarf in Bezug auf rechtliche Risiken und finanzielle Optimierungsmöglichkeiten ermitteln. Sehr oft werden z.B. Verbringungsnachweise nicht als relevant erkannt, die Tarifierung wird unzulässig vereinfacht oder die Exportkontrolle unterschätzt.

2. Güter korrekt tarifieren

Grundlage für eine gesetzeskonforme Zollabwicklung ist die korrekte Einstufung eingehender und ausgehender Waren. Diese Tarifierung ist Voraussetzung für die Abgabenermittlung, die Beurteilung der Pflichten aus der Exportkon­trolle sowie die korrekte Ermittlung von Ursprung und Präferenzen. Hierfür ist sowohl Produkt- als auch Rechtskenntnis notwendig. Für die Einstufung sollten deshalb Zollexperten und Produktspezialisten eng zusammenarbeiten.

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