Anlagenmodernisierung

Wie Sie Brownfield-Anlagen wirkungsvoll modernisieren und digitalisieren

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Sauber markieren, papierlos dokumentieren

Ebenso grundlegend wie der Austausch von Obsolet-Produkten ist die Erneuerung von Markierungen, die über die Jahre verwittert und unlesbar geworden sind. Selbst wenn sich das Personal in „seiner“ Anlage ohne diese Unterstützung zurechtfindet – der nächste neue Mitarbeiter und das Service-Personal von Fremdunternehmen werden sich schwer tun. Gut entzifferbare, langlebige Schilder und Plaketten sind nicht nur ein Beitrag zur Effizienz bei der Instandhaltung, sondern auch zur Betriebssicherheit.

Durch die Kombination mit Barcode oder RFID-HF- oder -UHF-Transpondern trägt die Kennzeichnung zudem zu zukunftsfähigen Wartungskonzepten bei: etwa mithilfe von Maintenance-Software auf Tablets. Sie führt den Nutzer besser als jeder Laufzettel beim Kontrollrundgang und erleichtert ihm die Dokumentation, die er online unmittelbar durchführen kann. Erste Chemieunternehmen loten sogar schon den Nutzen von Augmented-Reality-Anwendungen aus, über die sich der Instandhalter vor Ort Wartungsanleitungen oder Kurzvideos ins Blickfeld einblenden lassen kann oder die einen weit entfernten Experten als Berater zuschaltet.

Via Funknetzwerk den Datenschatz heben

Phoenix Contact leistet hierbei vielfältige Unterstützung, von der Ausstattung mit RFID-Markierungen ganzer Betriebe als Komplettdienstleistung bis zur Installation der geeigneten Funkinfrastruktur inklusive eines schlüssigen IT-Security-Konzepts, das dafür selbstverständlich unabdingbar ist. Neben Standard-Lösungen wie GSM, 3G und 4G oder Bluetooth sind Wireless-Hart sowie das proprietäre Trusted Wireless im Angebot. Überschaubar ist der Aufwand beim Einsatz von WLAN, das durch das so genannte Cluster-Management industrietauglich wird. Ferner können Mischlösungen aus bestehenden Leitungen und der SHDSL-Technik einen effizienten Ansatz darstellen, falls große Distanzen zu überbrücken sind, etwa bei der Vernetzung von Brandmeldeanlagen in einem weitläufigen Werk.

Wer seine Anlage mitsamt den Abläufen so für die Anforderungen der Zukunft fit gemacht hat, sollte sich dennoch nicht zufriedengeben. Er braucht sich nicht zu scheuen, nun auch die Weichen zur Produktion 4.0 zu stellen – und Fahrt aufzunehmen. Das bedeutet nicht weniger und nicht mehr, als die verfügbaren Daten aus dem Feld zu nutzen. Zu viele Betriebe lassen diesen Schatz brachliegen – und verlieren daher den Anschluss im Rennen um die effizientesten Prozesse, die wettbewerbsfähige Preise ermöglichen. Dabei haben die Meisten längst die Grundlagen gelegt: in Form von Feldbus- oder Hart-fähigen Feldgeräten, die abgesehen von Messwerten jede Menge Diagnosedaten liefern.

Richtig interessant wird es, wenn Betreiber durch die Aufnahme von Messdaten mögliche Störungen bereits Monate vor ihrem Auftreten erkennen und deren Behebung somit frühzeitig einplanen bzw. geplante Stillstände bei Bedarf auch in die Zukunft schieben können. Darum geht es auf der nächsten Seite ...

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