CAE-PLT-Engineering

Warum integriertes Engineering kein Allheilmittel ist

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Heterogene IT-Landschaften sind nicht per se schlecht

Heterogenität in den IT-Landschaften, so finden Rösberg und Dubovy, sei nicht per se schlecht und spiegele nun mal die Realität in den Betrieben wieder. „Für jedes Gewerk gibt es spezifische Anforderungen, die auch über spezifische Softwarelösungen abgedeckt werden sollten.“

Auch aus diesem Ansatz heraus favorisieren beide eine standardisierte Schnittstelle zwischen den CAE-Systemen und aus gutem Grund sind Dubovy und Rösberg in den letzten Jahren in diversen Arbeitsgruppen aktiv. Rösberg selbst hat u.a. bei Prolist die NE 100 mit entwickelt. Von Erfolg gekrönt waren dabei bisher nur wenige Ansätze. Auch die Prolist-Iniative mit dem Merkmalleistenkonzept droht nach anfänglich positiver Resonanz zu versanden, weil auf lange Sicht die Akzeptanz der Betreiber fehlt.

Dabei hat das Konzept viel Charme, vereinfacht es doch auf Basis des NE-100-Standards den Gerätedatenaustausch zwischen Planer und Gerätelieferanten ganz erheblich. Durch den 2013 erfolgten Übergang von Prolist zu „eCl@ss“, könnte nun ein neuer Anstoß erfolgen, die Potenziale der NE 100 in Zukunft stärker zu nutzen.

„Die Schwierigkeit bei Schnittstellendiskussionen ist die Antwort auf die Frage, wer Nutznießer ist und letztendlich die Macht hat einen Standard durchzusetzen“, sagt Rösberg. Die Folge ist ein Kreislauf, der im Fall CAE schon fast 20 Jahre währt: Standardisierung braucht Feedback aus dem praktischen Einsatz, und Werkzeughersteller sowie Kunden warten auf einen Standard, bevor sie in Tools und Produkte investieren.

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