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„Der Vorteil des Plug & Play-Konzepts mit Ringstruktur besteht darin, dass sich die beiden Steckverbindungen des benachbarten Schaltschranks mit einem Verbindungsstück zusammenschalten lassen, wenn ein Kasten entfernt wird“, erläutert Meersman. „Auf diese Weise erhalten wir die Ringstruktur ebenso wie die Redundanz.“
Inzwischen wurden zahlreiche Schaltschränke ausgetauscht – bei den restlichen wird jeweils gewartet, bis die entsprechenden Verbraucher die Produktionseinheiten abschalten.

Unterschiedliche Standards
Berücksichtigt man die geplanten Betriebsunterbrechungen, wird es etwa ein Jahr dauern, bis der Austausch der Schaltschränke abgeschlossen ist. Das Verbindungs- und Anschlusssystem ermöglicht es aber jetzt schon, dass die bereits ausgetauschten Schaltschränke einen Verbund bilden. Der Anschluss an das Ethernet, der die Kommunikation der Messgeräte mit der Kontrollebene ermöglicht, erfolgt separat.
Außerdem kann ein RJ45-Stecker in das modulare Verbindungssystem integriert werden. Da das Ethernet jedoch kein integraler Bestandteil der Ringstruktur ist, wurden diese Verkabelungen separat ausgeführt. Die Steckverbinder, die einen Schaltschrank mit einer Stromversorgungseinheit verbinden, integrieren verschiedene Kabel für verschiedene Messungen.
So wird etwa zur Spannungsmessung ein 100-V-Signal verwendet. Andere Messungen erfolgen mit erheblich niedrigeren Werten. Wichtig war den Planern auch, dass das Modulsystem ein Vertauschen der Steckverbinder verhindert.
Genauso zuverlässig wie Schraubverbinder
„Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Steckverbindergehäuse wasser- und staubdicht sind, damit es nicht zum Kurzschluss kommt. Wenn ein Steckverbinder abgezogen und in der Nähe abgelegt wird, schützt eine Kappe die verbleibende Steckverbinderseite“, erläutert Van Bogaert.
„Für uns war es wichtig, dass die Steckverbinder genauso zuverlässig sind wie die vorher eingesetzten Schraubverbindungen. Die Hebel an den Steckern ermöglichen eine einfache und stabile Verbindung. Dank des modularen Systems konnten wir alle Signale in einem einzelnen Verbinder zusammenfassen, sodass es bei der Installation zu keinerlei Fehlern kommt.“
* * Der Autor arbeitet im Industrie-Management Prozessindustrie, Phoenix Contact, NV/SA Zaventem, Belgien.
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