Bauboom in Penzberg

Warum das Biotechnologiezentrum Penzberg für Roche so wichtig ist

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Powerhouse Penzberg

Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics und Geschäftsführerin von Roche Deutschland sagt: „Weltweit deckt kein anderer Roche-Standort die gesamte Wertschöpfungskette für beide Divisionen, Diagnostik und Pharma, von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion in vergleichbarer Art und Weise ab.“

Penzberg weltweit bekannt dafür, an der Spitze der Wissenschaften zu arbeiten, sei das Powerhouse der Antikörper, mit „herausragendem Know-how und Expertise, wenn es um das Design, das Entwerfen von neuen Antikörper-Formaten und ihre Produktion geht.“ Für Redeker ist es daher kein Zufall, dass sich Penzberg zu einem digitalen Hub entwickele, denn in der Digitalisierung liege für die Gesundheitsbranche eine große Chance, vor allem für die Weiterentwicklung der personalisierten Medizin. „Ein Thema, das uns als Roche ganz besonders am Herzen liegt“, betont Redeker und kann sich der Zustimmung von Alexander Dobrindt sicher sein, der den gelungenen Strukturwandel von der schwarzen Pechkohle (bis in die 1970er Jahre wurde in der Region Kohle gefördert) zu den „Reinst­räumen als identitätsstiftende Elemente“ lobt. „Heute werden hier die Zukunftstechnologien geschmiedet“, so der Bundesminister. „Jede Investition von Roche hier in Penzberg war richtig entschieden“, meint er „denn diese Region ist innovationsbegeistert.“

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Bauen ohne Zeitverlust

Der Unterstützung der Politik kann sich Roche in Oberbayern offensichtlich sicher sein, was auch Ilse Aigner betont. Tatsächlich geht es für Roche nicht nur darum, dass gebaut werden kann sondern vor allem, dass das ohne Zeitverzögerung geschieht. Dr. Christoph Franz, Präsident des Verwaltungsrats freut sich über den Erfolg der Medikamente und Diagnostika, die in Penzberg „erfunden“ wurden: „Das hat weltweit Nachfrage geschaffen, etwa für Immundiagnostika. Wir kamen mit unseren Produktionskapazitäten nicht mehr hin und mussten neue aufbauen“, so die lapidare Begründung für die aktuellen Bauprojekte.

Er skizziert die 20-jährige Erfolgsgeschichte als eine, die von gewaltigem technologischen Fortschritt geprägt ist: Mit Immundiagnostik-Maschinen, die in allen größeren Labors in Krankenhäusern und Labor­gesellschaften in der ganzen Welt zu finden seien, würden inzwischen über 100 verschiedene Tests durchgeführt. Und jedes Jahr würden es mehr und immer weiter spezialisierte Tests.

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