Wärmeträgeröle

Wärmeträgeröle erschließen sich neue Einsatzgebiete

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Wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz

Neben dem Anlagendesign, der Betriebsart und der Prozessführung bietet die Auswahl des Wärmeträgermediums viel Potenzial bei der Optimierung des Prozesses. „Insbesondere kostengünstige, synthetische organische Wärmeträger haben hierzu mit guten Wärmeübertragungseigenschaften, hoher Thermostabilität, längerer Lebensdauer und günstigem Betriebsverhalten einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz in chemischen Prozessen geleistet“, berichtet Rudolf Kron, Consulting Engineer bei Lanxess Deutschland, Chlorotoluenes & Derivatives, Heat Transfer Fluids, aus der Praxis.

Wie dies im Detail aussieht, beschreibt Lauterbach: „Ein niedrigviskoses Produkt kann z.B. in Heiz-Kühl-Prozessen die Zykluszeiten verkürzen. Zudem erlauben thermostabile synthetische Produkte in entsprechenden Anwendungen eine Temperaturerhöhung zur Produktivitätssteigerung.“ Zum Schluss nennt sie noch das Einsatzgebiet der Abwärmenutzung – hier helfen Wärmeträgeröle, die Energiekosten zu reduzieren. Dabei rückt eine hohe thermische Effizienz des Gesamtprozesses in den Vordergrund. Diese umfasst nicht nur einen hohen thermischen Wirkungsgrad der Beheizungsanlage – Hunold zählt dazu auch niedrige Druckverluste des gesamten WT-Kreislaufs. Nur so lassen sich Pumpenantriebsleistung und damit der Stromverbrauch so gering wie möglich halten.

Die Wahl des richtigen Öls ist nicht immer einfach. „Es gibt einen regelrechten Thermoöl-Wald“, bringt es Lauterbach auf den Punkt. Allein Fragol greift auf ein Portfolio von über 40 verschiedenen Produkten zu: Synthetisch-aromatische Produkte der Therminol-Familie von Solutia, Mineralöle der Fragoltherm-Reihe und Glykole aus der Produktlinie Zitrec von Arteco.

Zunächst sollte der Anwender bzw. der Konstrukteur einer Wärmeträgeranlage ein genaues Anforderungsprofil erstellen, um die Grenzbereiche des Wärmeträgeröls zu kennen. „Man sollte sich jedoch nicht nur auf Literatur und Internet verlassen, sondern stattdessen einen etablierten, seriösen Hersteller von Wärmeträgerflüssigkeiten zu Rate ziehen“, weist Hildebrand den Weg. Dieser helfe nicht nur eine technisch sinnvolle, sondern auch eine wirtschaftliche Lösung zu finden. „Nur so wird eine falsche Auswahl des Wärmeträgermediums vermieden, die hohe Folgekosten nach sich ziehen kann.“

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