Wärmemanagement Wärmemanagement für Industrie und Fernwärme: Von der Wärmepumpe zur Digitalplattform

Quelle: Pressemitteilung Johnson Controls 3 min Lesedauer

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Auf der Chillventa 2026 präsentierte Johnson Controls Lösungen für industrielle und gewerbliche Anwendungen sowie für die Fernwärmeversorgung. Das Portfolio umfasst Hochtemperatur-Wärmepumpen, Kältemaschinen, Steuerungstechnik und digitale Plattformen. Das Unternehmen richtet sich damit unter anderem an Betreiber von Rechenzentren, Produktionsstätten und biotechnologischen Anlagen.

Mit Temperaturen von bis zu 122 °C unterstützt die Sabroe HitemHP energieintensive Branchen dabei, die Erzeugung von Prozesswärme ohne Leistungseinbußen zu elektrifizieren und zu dekarbonisieren.(Bild:  Hartmann Schmidt Fotografi/Jiohnson Control)
Mit Temperaturen von bis zu 122 °C unterstützt die Sabroe HitemHP energieintensive Branchen dabei, die Erzeugung von Prozesswärme ohne Leistungseinbußen zu elektrifizieren und zu dekarbonisieren.
(Bild: Hartmann Schmidt Fotografi/Jiohnson Control)

Johnson Controls zeigte auf der Chillventa 2026 Anfang Oktober Wärmepumpen, Kälteanlagen und digitale Werkzeuge. Im Mittelpunkt standen Prozesswärme, Wärmerückgewinnung und der optimierte Betrieb thermischer Anlagen. Diese Einrichtungen benötigen präzise geregelte Temperaturen und eine zuverlässige Energieversorgung. Zugleich wächst der Druck, den Energieverbrauch und die Emissionen zu senken. Johnson Controls setzt nach eigenen Angaben auf Wärmerückgewinnung, Elektrifizierung und digitale Betriebsoptimierung.

Im Zentrum der Messepräsentation stand die Hochtemperatur-Wärmepumpe Sabroe HitemHP, die laut Hersteller Temperaturen von bis zu 122° C liefert und natürliche Kältemittel nutzt. Damit soll sie energieintensive Betriebe bei der Elektrifizierung ihrer Prozesswärme unterstützen. Johnson Controls beziffert ihre Energieeffizienz auf bis zum Dreifachen gegenüber Elektroheizkesseln: In einer Kundenanwendung kombinierte das Unternehmen die Wärmepumpe mit der Abwärme einer Kälteanlage. Dabei sanken die Energiekosten laut Anbieter um mehr als 91 Prozent, die jährlichen Wasserkosten um bis zu 30 Prozent und die CO₂-Emissionen vor Ort um bis zu 82 Prozent.

Betriebskosten um ein Viertel senken

Ebenfalls vorgestellt wurde die reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe York YMAE-P R290. Sie verwendet Propan als Kältemittel und erreicht Warmwassertemperaturen von bis zu 80 °C. Betreiber können sie laut Johnson Controls sowohl in Neubauten als auch beim Austausch bestehender Heizkessel einsetzen. Das Unternehmen verweist zudem auf einen breiten Betriebsbereich und die Auslegung auf künftige Anforderungen an Kältemittel. Die Wärmepumpe kann nach Unternehmensangaben die Betriebs- und Wasserkosten gegenüber herkömmlichen Kessel-Kältemaschinen-Systemen um 25 bis 30 Prozent senken. Die Absorptionskältemaschine Mod B nutzt Wasser als Kältemittel, dessen Treibhauspotenzial bei null liegt.

Rotating Equipment Days

Die PROCESS Rotating Equipment Days bringen Fachleute aus der Prozessindustrie zusammen. In praxisorientierten Vorträgen und Workshops präsentieren Expertinnen und Experten Lösungen für Pumpen, Kompressoren und Turbinen. Teilnehmer gewinnen konkrete Methoden zur Effizienzsteigerung, Zuverlässigkeitserhöhung und Kostensenkung. Nutzen Sie die Veranstaltung zum Austausch, zur Vernetzung und zur Implementierung bewährter Verfahren.

Melden Sie sich noch heute an und sichern Sie Ihren Teilnahmeplatz.

Die Wärmepumpe Sabroe HicaHP erreicht Warmwassertemperaturen von bis zu 95 °C und eine Leistung von bis zu 25 MW. In Utrecht versorgt eine Anlage dieser Technologie laut Unternehmen rund 20.000 Haushalte mit nachhaltiger Wärme. Sie deckt demnach etwa zehn Prozent des örtlichen Wärmebedarfs. Die Sabroe DualPAC erreicht bei der Wärmerückgewinnung auf hohem Temperaturniveau eine Heizleistungszahl von bis zu 4,9. Mit dem digitalen Planungstool COMP2 können Kunden passende Sabroe-Anlagen für Heiz- und Kühlaufgaben auswählen. Das Tool berücksichtigt nach Angaben des Herstellers Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus.

Digitales Wärmemanagement? Aber sicher!

Neben der Anlagentechnik stellte Johnson Controls die digitale Plattform OpenBlue vor. Sie wertet Betriebsdaten thermischer Systeme aus und soll Betreibern Hinweise für konkrete Maßnahmen liefern. Bei Kunden habe die KI-gestützte Optimierung den Energieverbrauch um bis zu 17 Prozent gesenkt, teilt das Unternehmen mit.

Die Lösung OpenBlue Industrial Refrigeration & Heating (IR&H) passt den Betrieb energieintensiver thermischer Systeme laufend an die jeweiligen Bedingungen an. Dabei soll sie die erforderlichen Temperaturen gewährleisten und zugleich Energieverbrauch und Emissionen reduzieren. OpenBlue Intelligence und die Connected Chillers Platform ergänzen das Angebot um Datenanalysen und KI-gestützte Auswertungen. Johnson Controls zeigte außerdem Steuerungstechnik für Kälte- und Gebäudeanlagen. Die EasyIO-Neo-Serie vernetzt nach Unternehmensangaben Kälte-, Gebäudeautomations- und IoT-Systeme über eine offene Architektur. Die PENN-Kältesteuerungen sollen einen zuverlässigen und energieeffizienten Betrieb unterstützen.

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