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550-Millionen-Euro-Investition UPM investiert in Biochemie am Standort Leuna

| Redakteur: MA Alexander Stark

UPM hat eine Investition von 550 Millionen Euro in eine industrielle Bioraffinerie am Chemiestandort Leuna angekündigt. In der Fabrik sollen Biochemikalien auf Holzbasis produziert werden.

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Die geplante Bioraffinerie in Leuna wird eine neue Generation von nachhaltigen, chemischen Grundstoffen aus Holz herstellen.
Die geplante Bioraffinerie in Leuna wird eine neue Generation von nachhaltigen, chemischen Grundstoffen aus Holz herstellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Leuna; Helsinki/Finnland – Biochemikalien auf Holzbasis sollen in einer Vielzahl an Produkten des täglichen Bedarfs den Umstieg von fossilen Rohstoffen auf nachhaltige Alternativen ermöglichen. Mit einer Investition von über einer halben Milliarde Euro am Chemiestandort Leuna will sich UPM neue Märkte in diesem Bereich erschließen. In der für dort geplanten Bioraffinerie wird aus Laubholz eine neue Generation von nachhaltigen, chemischen Grundstoffen entstehen: Bio-Monoethylenglykol (bMEG), funktionelle Füllstoffe, Bio-Monopropylenglykol sowie Industriezucker. Dabei sollen neue und innovative Verfahren zum Einsatz kommen. Die jährliche Gesamtkapazität der Bioraffinerie wird bei 220.000 Tonnen liegen. Der Produktionsstart ist für Ende 2022 geplant.

Nachhaltige Chemikalien aus Biomasse sind eines der drei strategischen Wachstumsfelder des finnischen Unternehmens und laut Jussi Pesonen, Präsident und CEO von UPM, zentral für dessen Bestreben, Innovationen für eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe zu schaffen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits ein profitables Geschäft mit holzbasierten Biokraftstoffen aufgebaut. Mit der Investition in die Bioraffinerie in Leuna kommt ein völlig neuer Geschäftsbereich hinzu.

Die Wettbewerbsfähigkeit des neuen Geschäftsbereichs und der neuen Produktionseinheit soll durch ein einzigartiges technologisches Verfahren, die Integration in die Infrastruktur am Standort Leuna, die gut zugängliche, nachhaltige Holzversorgung und die Nähe zu wichtigen Absatzmärkten sichergestellt werden.

Anwendungsfelder für Bio-Monoethylenglykol sind unter anderem Textilien, PET-Flaschen, Verpackungen und Enteisungsmittel. Bio-Monopropylenglykol wird beispielsweise in Verbundwerkstoffen, Arzneimitteln, Kosmetika und Waschmitteln eingesetzt.

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