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Fokus auf Service
Auch der Servicebereich soll gestärkt werden. Perspektivisch soll der Anteil des Servicegeschäfts von derzeit rund 10 Prozent auf über 20 Prozent verdoppelt werden. Dazu werden in der neu geschaffenen Business Unit Services erstmals die Serviceaktivitäten des Großanlagenbaus gebündelt.
Die Abwicklungs- und Projektmanagementfunktionen werden in einem als Cost Center arbeitenden Network of Excellence zusammengeführt und damit unternehmensweit zentral gesteuert. Dieser Schritt soll Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit stärken, helfen Unterauslastungen abzufedern und durch eine stärkere lokale Leistungserbringung die Kundennähe auch in der Abwicklung der Projekte erhöhen.
Jens Michael Wegmann, seit Oktober 2015 CEO des Geschäftsbereichs Industrial Solutions von Thyssen-Krupp: „Wir bewegen uns in einem schwierigen Umfeld und wollen unsere Organisation schneller, flexibler und effizienter machen. Mit unserer neuen Netzwerk-Struktur und der Neuordnung unserer Geschäftseinheiten stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Dies ist die Basis, um die Zufriedenheit unserer Kunden sicherzustellen und so langfristig unsere Wachstums- und Profitabilitätsziele erreichen zu können.“
Ab 1.Oktober wird es ernst
Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres zum 1. Oktober 2016 wird die neue Struktur umgesetzt. Industrial Solutions wird sein Geschäft dann in insgesamt acht Geschäftseinheiten (Business Units) führen: Industrial Specialties, Mining Technologies, Cement Technologies, Electrolysis & Polymers Technologies, Fertilizer Technologies, Services sowie Marine Systems und System Engineering.
Trotz der weiteren Stärkung des Auftritts in den Regionen werden die Anlagenbau-Standorte in Deutschland wie insbesondere Bad Soden am Taunus, Beckum, Dortmund, Ennigerloh, Essen und St.Ingbert-Rohrbach im weltweiten Netzwerk weiterhin eine wichtige Rolle als zentrale Kompetenzzentren einnehmen.
Durch das Transformationsprogramm „planets“ soll auch die im Jahr 2014 begonnene Integration der zuvor eigenständigen Anlagenbauunternehmen des Thyssen-Krupp Konzerns – Uhde, Polysius und Fördertechnik – beschleunigt werden. Unter dem Dach von Thyssen-Krupp Industrial Solutions soll nun eine einheitliche Netzwerkstruktur entstehen, die es ermöglicht, das Know-how und die Kapazitäten über alle Geschäftsbereiche hinweg zu teilen und auch die Bereiche Marine Systems und System Engineering enger einzubinden.
Johan P. Cnossen, der als Leiter des so genannten Transformationsbüros für die Umsetzung von „planets“ verantwortlich ist, wird in der neu geschaffenen Funktion direkt an CEO Jens Michael Wegmann berichten. Der Betriebswirt und Ingenieur Cnossen war zuletzt CEO der KHD Humboldt Wedag International AG und hatte zuvor Führungspositionen in verschiedenen international tätigen Anlagenbauunternehmen wie Jacobs, AkerKvaerner oder Ruhrgas Industries inne.
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