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Coatingverfahren Turbo für den Coating-Prozess

| Autor: Anke Geipel-Kern

Mit vielen Detailverbesserungen beschleunigt ein neuer Trommelcoater den Coating-Prozess um 30 Prozent – Die bewährte GCC-Linie hat mit dem GC Smart jetzt einen verfahrenstechnischen Zwilling, der den Coatingprozess deutlich schneller macht. Ein optimierter Düsenarm und gleichmäßige Luftführung mit weniger Turbulenzen fördern die Reproduzierbarkeit, auch bei Minimalbefüllung. WIP-Automatik, eine integrierte Abluftkammer, und automatisiertes Entleeren vereinfachen das Handling für den Betreiber.

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Entleerprozess des GC Smart
Entleerprozess des GC Smart
(Bild: Glatt)

Glatt, gleichmäßig, geschmacksmaskiert und mit definierter Löslichkeit – das sollen Tabletten, Kapseln oder Pellets durch das Coaten werden, und zwar mit reproduzierbarem Ergebnis und kurzen Prozesszeiten. Als echter Klassiker ist das Trommelcoating aus der Feststoffproduktion nicht wegzudenken und das Verfahren der Wahl bei zuckerhaltigen Beschichtungen oder solchen mit wässrigen und organischen Lösemitteln. Auch Coatings mit verzögerter Freisetzung sind umsetzbar.

Glatt hat vor gut 40 Jahren den ersten Coater dieser Art mit voll perforierter Trommel entwickelt. Jetzt haben sich die Experten den bewährten GC Smart noch einmal vorgenommen und einem Feintuning unterzogen, das Coating-­Schnelligkeit und -Produktivität noch einmal steigert. Vor allem die Luftführung und das Handling bekamen einen Feinschliff. Damit folge man den Anforderungen aus der Pharmabranche, die schnelle und reproduzierbare Verfahren wünsche, erklärt Bernd Looser, Head of New Technologies im Innovation Center. „Unsere Kunden sehen den GCS auf dem Markt als Arbeitspferd mit einer hohen Produktionsverfügbarkeit“, präzisiert er.

Schnell war der kleine Bruder des GCC schon immer, aber seit der prozesstechnischen Angleichung, schafft er Coatingzeiten von einer Stunde vom Beschicken über das Coaten bis zum Entleeren.

Verfahrenstechnisch gleichen sich beide Coaterlinien nun wie Zwillinge: Baugrößen, Trommelgeometrie, Mischelemente, Düsenanzahl und Typ sowie die Luftführung und Luftmenge beider Maschinentypen entsprechen einander und können somit bei gleichen Prozessparametern betrieben werden.

Integrierte Abluftkammer

Viel Zeit haben die Glattentwickler in die komplett überarbeitete Luftführung (Zu- und Abluft) des Coaters gesteckt. Eine Zielsetzung war, Reinigung und Inspektion zu vereinfachen, indem zeitintensive Handgriffe für Reinigung und Inspektion wegfallen, z.B. durch die Integration einer Abluftkammer in das Coater-Gehäuse.

Variabel einstellbar ist der Abstand des Sprüharms zum Tablettenbett, dessen Winkel in fünf Achsen je nach Befüllungsgrad manuell verändert werden kann, wodurch die Sprühdüsen immer im optimalen Abstand zum Tablettenbett positioniert sind. Dadurch kann der Befüllungsgrad zwischen 100 und zehn Prozent variiert werden.

Um die Luftführung perfekt an die Beladung anzupassen, kann für Füllvolumen kleiner 30 Prozent ein Leitblech eingesetzt werden. „Das Leitblech sorgt dafür, dass die Trocknungsluft gezielt durch das Tablettenbett abgesaugt wird und nicht ungenutzt den Prozessraum verlässt“, erklärt Marketingleiter Axel Friese. Neu ist übrigens auch der trapezförmige Entleerkanal, der nun fest ins Gehäuse integriert ist, wodurch die Tabletten schnell und schonend in den Auffangbehälter gelangen.

Insgesamt haben die Entwickler also eine Summe an Details verbessert, wodurch die Prozesszeiten noch einmal deutlich verringert werden konnten.

* Kontakt zu Glatt: Tel. +49-7621-664-145

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