Doppelmühlen

Technischer Generationenwechsel: Süßwarenproduktion zukunftsfit machen

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In einem zweiten Schritt wurde beim Anwender eine Coni Witt-200 in den Prozess integriert. Die Leistungsfähigkeit der Mühle wurde durch einen Prozessingenieur während zwei Wochen überwacht. Aufgrund der überraschend guten Ergebnisse entschied sich der Anwender, anstelle der vier Doppelmühlen MG-626, die getestete Mühle in den Prozess zu integrieren. Obwohl die Coni Witt-200 die erforderliche Leistung erbringen konnte, entschied man sich schließlich für die nächst größere Einheit Coni Witt-250.

Technische Details

Bei der Entwicklung der Coni Witt entschied sich Frewitt für die Monoblockbauweise, um eine totraumfreie Geometrie erreichen zu können. Der Mahlkopf besteht aus einem Monoblock mit elektropolierten Oberflächen und kann mittels dem runden Antriebsarm einfach und schnell an das Gehäuse gekoppelt oder ausgewechselt werden. Sämtliche produktberührenden Teile und Flächen bestehen aus Edelstahl (AISI-316/316L) und sind gegenüber der Mahlkammer mit einem O-Ring abgedichtet. Auch die Übergänge zwischen dem Rotor und der Welle, dem Sieb und dem Winkelgetriebe sowie dem konischen Siebeinsatz und dem Gehäuse sind vollständig dicht. Die einwandfreie Reinigbarkeit kann Frewitt mit einem absolvierten Riboflavin-Test für keimarme oder sterile Verfahrenstechniken belegen.

Dank dem senkrechten, ununterbrochenen Produktfluss mit dem down-driven-Konzept und einer um 25 Prozent höheren Siebfläche gegenüber Vorgängermodellen konnte der erforderliche Durchsatz nicht nur erreicht, sondern bei der Coni Witt-250 sogar übertroffen werden. Da die mechanische Berührung – sprich Friktion – zwischen Sieb und Rotor durch eine neue mechanische Konstruktion ausgeschlossen werden kann, wird beim Mahlen keine unnötige Wärme produziert.

Fazit: Mit der neuen Mühle konnte der Bonbon-Hersteller einen Generationenwechsel vollziehen. Immerhin konnten vier Doppelmühlen durch eine einzige Mühle ersetzt werden. Zudem reduzierte sich die Förderstrecke um zehn Meter, neben der Produktwärme sank auch der verbaute Platz deutlich und der Prozess umfasst jetzt drei Schritte weniger.

* Der Autor ist Regional Sales Manager bei Frewitt, Granges-Paccot/Schweiz.

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