Digitale Sensoren in der Biotechnologie

So kommt Intelligenz in den Bioreaktor

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Derartige Sensoren verfügen über eine induktive Datenübertragung, die ein Verkoppeln von Mediums- und Messumformerpotenzial durch galvanische Entkopplung verhindert. Die Messung als solche ist bereits im Sensor abgeschlossen. Übertragen werden allein digitale Daten nach dem einheitlichen Memosens-Protokoll.

Dabei werden nicht nur gleichzeitig alle Messsignale übertragen, sondern alle im Sensor gespeicherten Kalibrierinformationen und Lebenszyklusdaten (Seriennummer, Kalibrierpunkte, Steilheit, Datum, Zeit, Sondenhistorie u.a.) werden mit auf den Messumformer übermittelt. Probleme beruhend auf Korrosion, Feuchtigkeit, Salzbrücken und fehlendem Kontakt werden durch die digitale Technik ausgeschlossen.

Sensormanagement auf Knopfdruck

Die Memobase Plus Software ist eigens für das Sensormanagement entwickelt worden. Die Sensoren können unter konstanten Bedingungen im Labor kalibriert und alle gewonnenen Daten in einer Datenbank gespeichert werden – auf Knopfdruck erzeugt das System Kalibrier- und Mess-Reports, in denen über einen definierten Zeitraum die Verläufe von Probemessungen im Labor festgehalten werden. Jeder handelsübliche PC kann mit Software, Datenbank und Interfaces, die den Anschluss von bis zu vier digitalen Sensoren per USB erlauben, zur vollständigen Kalibrier- und Messstation ausgebaut werden.

Die Software basiert auf der des Messumformers Liquiline CM44x. Sie ermöglicht erstmals die Vergleichbarkeit von Labor- und Prozesswerten, da Prozessdaten auf die immer gleiche Art berechnet werden. Außerdem kommen identische Kabel und Sensoren zum Einsatz. Insgesamt wird so der Scale-up-Prozess deutlich einfacher und sicherer, da der Softwareeinsatz Fehler vermeidet sowie Prozess- und Testergebnisse vergleichbar macht.

Es werden vollautomatisch Datensätze über Einsatzbedingungen, Messungen und Kalibrierungen erfasst. Alle damit in Zusammenhang stehenden Informationen werden dokumentiert. So lässt sich die Kalibrierung besonders in multiparallelen Anwendungen mit mehreren Sensoren stark vereinfachen. Dies bietet enorme Vorteile, da die Sensoren mit einer Memobase-basierten Software am PC oder einem anderen Messumformer z.B. im Qualitätslabor vorkalibriert werden können. Vorkalibrierte Sensoren vereinfachen den Sensortausch und vermeiden eine zeitaufwändige und fehleranfällige Feldkalibration.

Vier auf einen Streich

Mit dem Kalbrier-und Dokumentations-Tool Memobase Plus können vier Sensoren gleichzeitig kalibriert werden, um anschließend im Bioreaktor zum Einsatz zu kommen. Die Frage, ob ein Sensor weiter verwendet werden kann oder verworfen werden sollte, kann nun faktenbasiert aus der dargestellten Historie getroffen werden.

(ID:42896824)