Digitalisierung

So digital ist die Prozessindustrie

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BASF als Treiber

Treibende Kraft dabei ist die BASF, die bereits in der Betaphase des AIN mit im Boot war und deren Input in die Entwicklung eingeflossen ist. Bis zu zu 105 000 Tonnen des wichtigen Zwischenprodukts verlassen pro Jahr die Anlage – ein Plus an Verfügbarkeit würde dem Konzern ein sattes Sümmchen in die Kassen spülen.

Aber es geht nicht nur um das liebe Geld, ebenso wichtig ist den Partnern die Signalwirkung, die von dem Exponat ausgeht. Als erste herstellerübergreifende Plattform bringt das Projekt nämlich Bewegung in die Diskussion um die richtigen Standards.

Standard´s sind das A&O

Ob OPC-UA-basiert oder wie auch immer. „In der konkreten Umsetzung beim Anwender funktioniert es ohne die Standards nicht. Es geht nur partnerschaftlich, zusammen im Netzwerk, auf einer Plattform“, betont Guido König, Senior Technology Manager Business Innovation Digital Transformation bei Samson. Über die Plattform könne man feststellen, in welchem Zustand sich die Stellventile befinden, und erfahrungsbasiert notwendige Maßnahmen gemeinsam mit den Kunden planen und direkt umsetzen, erklärt Melanie Dürr, Produktmanagerin bei Samson.

Digitalisierung bei Samson

Wie ernst Samson das Thema Digitalisierung nimmt, zeigt zweierlei: Seit Anfang des Jahres gibt es einen Chief Digital Officer namens Peter Knapp, und gerade erst hat das Frankfurter Unternehmen gemeinsam mit Bilfinger Greylogics ein Joint Venture namens Ubix gegründet.

Die 2011 aus Bilfinger Gereylogics entstandene Ausgründung tüftelt in Flensburg an der IoT-Plattform, die speziell für die Automatisierung ausgelegt ist und verschiedene Leitsysteme und Steuerungen, z.B. Scada-Systeme einbinden kann. Alle Daten landen in der Cloud, was das System auch für kleinere Anlagenbetreiber wirtschaftlich mache, hebt Samson hervor. Selbst für das Schnittstellenproblem gibt es eine Lösung, weshalb Betreiber Expertensysteme zur Datenauswertung anbinden können.

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