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Antriebe und Motoren So behält die Pumpe einen kühlen Kopf

| Redakteur: Dominik Stephan

Neue Halbleitertechnik auf Silizium-Karbid-Basis hat das Potenzial, Pumpen nicht nur fit für das Industrie-4.0-Zeitalter zu machen – Die Technik hilft auch, den Antrieb als superkompaktes Kraftpaket auszulegen.

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Der Prototyp eines 22-kW starken Synchron-Reluktanz-Motor von KSB zeigt die Potenziale auf, die moderne Silizium-Karbid-Bauelemente in Bezug auf Wärmemanagement und Leistungsverdichtung bieten.
Der Prototyp eines 22-kW starken Synchron-Reluktanz-Motor von KSB zeigt die Potenziale auf, die moderne Silizium-Karbid-Bauelemente in Bezug auf Wärmemanagement und Leistungsverdichtung bieten.
(Bild: KSB)

Zusammen mit Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Spezialisten aus drei Ländern hat Pumpenhersteller KSB den Prototyp eines superkompakten Hocheffizienzmotors mit integriertem Frequenzumrichter entwickelt. Dabei sorgt neue Halbleitertechnik für ein effizientes Kühlungsmanagement zur Abfuhr der Wärme aus der Leistungselektronik des 22-kW starken Synchron-Reluktanz-Motors.

Dank der Integration des Frequenzumrichters in den Motor konnten die Entwickler das Bauvolumen um über 25 Prozent gegenüber der klassischen Bauweise verringern, so der Hersteller. Die neue Technologie sei besonders für größere Motorleistungen geeignet – und nicht nur das: Auch beim Thema Industrie-4.0 zeigt sich erhebliches Potenzial.

Heute arbeiten etwa 70 Prozent aller Normpumpen mit einer konstanten Motordrehzahl. Dabei passt man die Pumpe durch das Abdrehen des Laufrades an den gewünschten Betriebspunkt an. In der Zukunft werden Industrie-4.0-fähige Motoren diese über die so genannte „virtuelle Laufradanpassung“ vornehmen. Das kann sogar noch nach Inbetriebnahme des Aggregats erfolgen.

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