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Pumpen für Sterilprozesse

Sterile Edelstahl-Pumpen sorgen für sichere Förderung von Wein und „alkoholfreiem Sekt“

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Prickelnde Aufgabe souverän gelöst: Das Vita-Pumpenprogramm von KSB (im Bild eine Vitacast-Pumpe) sorgt für den hygienegerechten Transport in der sterilen Verfahrenstechnik.
Prickelnde Aufgabe souverän gelöst: Das Vita-Pumpenprogramm von KSB (im Bild eine Vitacast-Pumpe) sorgt für den hygienegerechten Transport in der sterilen Verfahrenstechnik. (Bild: ©Africa Studio - stock.adobe.com, KSB, [M]-Sahlmüller)

Neues Produkt, neues Verfahren, neues Produktionsgebäude – die Planung und Entwicklung einer neuen Anlage für die Herstellung von „alkoholfreiem Sekt“ war für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die nur mit echter Teamarbeit gelang. Der schönste Dank: Pünktlich zum offiziellen Produktlaunch lief die Anlage wie am Schnürchen. Sterile Edelstahl-Pumpen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Es gibt Projekte, die sind von Anfang an einzigartig. Zwar hatte Rotkäppchen Mumm bereits 2008 mit dem Produkt Rotkäppchen Alkoholfrei den Grundstein für den erfolgreichen Einstieg in den alkoholfreien Markt gelegt. Und obwohl das Unternehmen mit Abstand Marktführer auf diesem Gebiet ist, war der Spatenstich für das neue Produktionsgebäude am Standort Eltville 2014 dennoch der Auftakt für etwas völlig Neues.

„Mit dieser Anlage begann tatsächlich eine neue Ära“, erinnert sich Joachim Engler, Leiter der Abfüllung in Eltville und technischer Leiter der Standorte Eltville und Breisach, an die Situation vor drei Jahren. Erfahrungen hatte das Team von Engler zwar mit anderen Produktionsverfahren für alkohol­freie Alternativen zum klassischen Sekt, aber eben nicht mit dieser Art Verfahren, welches einzigartig in Deutschland ist. „Vieles wurde daher während der Planungs- oder sogar während der Umsetzungsphase noch geändert. Alle Beteiligten mussten täglich eine sehr hohe Flexibilität an den Tag legen“, nennt Engler die wichtigste Eigenschaft seiner Mitspieler.

Das Unternehmen wollte eine prickelnde Alternative mit einem außergewöhnlichen Geschmacks­erlebnis in bekannter Jahrgangsqualität kreieren. „Es ging uns darum, die Aromen von Weinen bester Herkunftsgebiete zu gewinnen“, erklärt Thomas Krischke, Leiter der Herstellung Wein, weinhaltige und alkoholfreie Getränke. „Das Verfahren ist daher ein anderes als bisher. Die Entalkoholisierungsanlage dafür stammt aus Australien und wird normalerweise genutzt, um Kaffeearomen zu gewinnen.“ Das Besondere daran: In der Anlage wird den Weinen der Alkohol entzogen, wobei die Aromen bei lediglich 34 °C in drei Prozessschritten extrem schonend gewonnen werden. Zum Vergleich: Andere Entalkoholisierungsanlagen arbeiten bei doppelt so hohen Temperaturen.

Vertrauensvolle Partnerschaft

Technologisch umgesetzt wurde die Gesamtanlage von Infraserv Wiesbaden (ISW) Technik – ein Dienstleister, der in der Nachbarschaft im Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden ansässig und Spezialist für Projekte in der Getränkeindustrie ist. ISW Technik übernahm die komplette Tankverrohrung und den Umbau der Flaschenfüllanlage. Dazu gehörten nicht nur die Lieferung und Montage der Produkt- und Energierohrleitungen, sondern auch umfangreiche Verrohrungsarbeiten an den Tanks. Obwohl ISW Technik viele Erfahrungen mit Produktionsanlagen für die Sekt- und Weinindus­trie hat, war das Projekt für sie ebenfalls etwas Besonderes. „Die Anlage ist durch einen hohen Automatisierungsgrad gekennzeichnet“, erklärt Wolfgang Martin, Kundenmanagement bei ISW Technik.

Zudem mussten etliche Kilometer an Rohrleitungen und über 30 Tanks miteinander verbunden werden. Über 300 automatisierte Armaturen regeln die Produktströme. Eine weitere Herausforderung sind die großen Anforderungen hinsichtlich der Hygiene. Während klassischer Sekt bereits durch seinen hohen Alkoholgehalt vor Verkeimungen geschützt ist, ist dies bei der alkoholfreien Variante nicht der Fall. Daher muss bei allen Komponenten, auch bei den Pumpen, besonders viel Wert auf die hygienegerechte Ausführung gelegt werden, u.a. müssen diese CIP-fähig sein. Sprich, sie müssen mit Säure und Lauge befahrbar sein und hohe Temperaturen aushalten.

Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit, ihres Preis/Leistungsverhältnisses, der Beständigkeit, der Instandhaltungsintervalle und des Services empfahl ISW Technik Pumpen aus dem Vita-Programm von KSB. Mit dieser Entscheidung war Rotkäppchen Mumm sehr zufrieden, schließlich kannte man den Frankenthaler Hersteller schon aus anderen Produktionsbereichen.

Nun kommen im Tanklager des neuen Produktionsbereiches zwölf Vitacast-Pumpen zum Einsatz. „Diese fördern alle Stoffströme wie Weine und alkoholfreie Produkte innerhalb der Anlage, also zwischen den 27 Tanks, aber auch zu den Abfüllanlagen“, fasst Krischke die Aufgaben der Pumpen zusammen.

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