Investitionen und Innovation Sasol setzt auf Spezialprodukte und effizientere Produktion

Quelle: Sasol 2 min Lesedauer

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Hochwertige Spezialprodukte und effizientere Prozesse sollen die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie stärken. Sasol investiert dafür unter anderem 60 Millionen Euro in zusätzliche Kapazitäten für Katalysatorträger in Brunsbüttel. Zugleich fordert der Konzern wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungen und Investitionssicherheit.

In Brunsbüttel investiert Sasol 60 Millionen Euro in zusätzliche Katalysatorträger-Kapazitäten im Geschäftsbereich Advanced Materials.  (Bild:  Sasol Germany)
In Brunsbüttel investiert Sasol 60 Millionen Euro in zusätzliche Katalysatorträger-Kapazitäten im Geschäftsbereich Advanced Materials.
(Bild: Sasol Germany)

Die europäische Chemieindustrie steht unter spürbarem Druck: Hohe Energie- und Rohstoffkosten, internationale Konkurrenz, strengere Regulierung und der Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft verändern die Branche. Gleichzeitig bleibt sie ein wichtiger Pfeiler der europäischen Industrie. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Chemieindustrie in Deutschland und Europa effizienter produzieren, Innovationen vorantreiben und sich stärker auf hochwertige Spezialprodukte ausrichten“, schreibt Sasol in einer Pressemitteilung. Chancen sieht der Chemiekonzern vor allem in Advanced Materials, Katalysatorträgern, Spezialtensiden und Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Energiewende. Dafür brauche es leistungsfähige Industriestandorte, eine verlässliche Energieversorgung, moderne Infrastruktur sowie gute Bedingungen für Investitionen und Forschung, heißt es in der Pressemitteilung. So könne die Chemieindustrie ihre industrielle Stärke erhalten und neue Wachstumsmärkte erschließen.

Antje Gerber verantwortet als Executive Vice President (EVP) das internationale Chemiegeschäft von Sasol und beschreibt die Strategie ihres Unternehmens folgendermaßen: „Innovation schafft erst dann Wert, wenn sie den industriellen Maßstab erreicht und konkrete Kundenanforderungen löst. Dafür müssen Forschung, Kunden und Produktion früh zusammenarbeiten. Wir beziehen Kunden von Beginn an ein und prüfen Anwendungen unter realen Bedingungen. Unsere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2026 zeigen, dass dieser Ansatz wirkt: Kundennähe, Portfoliooptimierung, operative Exzellenz und Kostendisziplin haben trotz schwieriger Märkte zu besseren Ergebnissen beigetragen.“

Am Standort in Brunsbüttel verbindet Sasol Forschung, Analytik und industrielle Fertigung. Das beschleunigt nach den Worten von Gerber Tests und Skalierung und bringt differenzierte Lösungen schneller zu unseren Kunden. „Unser Ansatz lautet 'value over volume': Wir setzen Kapital diszipliniert dort ein, wo nachhaltige Wettbewerbsvorteile und langfristige Nachfrage zusammenkommen. Diese Ausrichtung hat im Geschäftsjahr 2026 zu besseren Ergebnissen und einer stärkeren Bilanz beigetragen; das bereinigte Ebitda ist deutlich gestiegen“,erläutert Gerber.

In Brunsbüttel investiert der Konzern 60 Millionen Euro in zusätzliche Katalysatorträger-Kapazitäten im Geschäftsbereich Advanced Materials. Der Standort verfügt über jahrzehntelanges Spezialwissen, und die Nachfrage wächst laut Gerber. Nachhaltigkeit ist ein weiterer Schwerpunkt der Investitionsentscheidung: Die Erweiterung soll Energieeffizienz und Kapazität erhöhen und den CO2-Fußabdruck der Katalysatorträger-Produktion je Tonne um bis zu 15 % senken. Am Standort nutzt das Unternehmen zudem erneuerbaren Strom und Dampf aus Biomasse.

„Eine resiliente, wettbewerbsfähige Chemieindustrie kann eher in Innovation, Nachhaltigkeit und künftiges Wachstum investieren. Damit die Transformation gelingen kann, müssen Politik und Behörden liefern. Wir brauchen wettbewerbsfähige Energiepreise, leistungsfähige Netze, schnellere Genehmigungen und Investitionssicherheit für die gesamte Chemieindustrie,“ so Gerber.

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