Trendbericht anlässlich 20 Jahre PROCESS

Pumpen und Kompressoren – Strömungsmaschinen im Wandel

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Was an weiteren technischen Entwicklungen kommen sollte, das ergibt sich aus den Erwartungen von Betreibern wie Michael Schlüter, Leiter Betrieb des Raffineriebetreibers Puralube:

  • Erhöhung der Verschleißfestigkeit durch Einsatz innovativer Werkstoffe wie Wolframcarbid;
  • höhere Temperaturfestigkeit zu vernünftigen Preisen;
  • Baukastensysteme, mehr gleiche Teile für unterschiedliche Systeme;
  • Lieferung als Skid-System inklusive EMSR-Technik, sozusagen Plug&Play bezogen auf die Rohrleitung.

Auch bei den Services und Dienstleistungen hat Schlüter Erwartungen an die Pumpenhersteller: Beispielsweise sollten sie verstärkt Serviceleistungen durch Kontraktoren anbieten – er erhofft sich dadurch neben einem schnelleren Zugriff auch günstigere Preise. Und er wünscht sich Vor-Ort-Konsignationslager für kritische Ersatzteile. Auch kürzere Lieferzeiten für Pumpen und Ersatzteile liegen ihm am Herzen.

Fazit: Forschen, forschen, forschen ...

Energieeffiziente Antriebe, optimierte Hydraulikkomponenten, robuste Werkstoffe und die Einbindung smarter Überwachungs- und Kommunikationstechnik sind wesentliche Merkmale der Produktentwicklung der zurückliegenden 20 Jahre. Und das ist selbstverständlich keineswegs das Ende der Fahnenstange.

Kommentar von Dr. Jörg Kempf, stellv. Chefredakteur PROCESS: „Wo drückt der Anwenderschuh wirklich? Oft lagen hier in den vergangenen Jahren – und liegen noch? – die Ansichten von Pumpenherstellern und -betreibern auseinander. Was die einen stolz präsentierten, fand bei den anderen nicht oder nicht gleich das erhoffte bzw. erwartete Interesse. Energieeffizienz und Störungsfrüh­erkennung sind prägnante Beispiele, die den Herstellern nicht selten den Schweiß harter Überzeugungsarbeit auf die Tüftlerstirnen getrieben haben. Eines ist jedoch unumstritten: Anwenderproblem Nr. 1 ist und bleibt das Fördermedium selbst. Auch schwierige Medien sollen bitte schön zuverlässig und sicher von A nach B geschickt werden. Oft leicht gesagt, meist schwer getan! Das erleben wir jährlich auf unserem Pumpen-Forum (www.foerderprozess-foren.de).“
Kommentar von Dr. Jörg Kempf, stellv. Chefredakteur PROCESS: „Wo drückt der Anwenderschuh wirklich? Oft lagen hier in den vergangenen Jahren – und liegen noch? – die Ansichten von Pumpenherstellern und -betreibern auseinander. Was die einen stolz präsentierten, fand bei den anderen nicht oder nicht gleich das erhoffte bzw. erwartete Interesse. Energieeffizienz und Störungsfrüh­erkennung sind prägnante Beispiele, die den Herstellern nicht selten den Schweiß harter Überzeugungsarbeit auf die Tüftlerstirnen getrieben haben. Eines ist jedoch unumstritten: Anwenderproblem Nr. 1 ist und bleibt das Fördermedium selbst. Auch schwierige Medien sollen bitte schön zuverlässig und sicher von A nach B geschickt werden. Oft leicht gesagt, meist schwer getan! Das erleben wir jährlich auf unserem Pumpen-Forum (www.foerderprozess-foren.de).“
(Bild: PROCESS)
Professor Paul Uwe Thamsen von der TU Berlin sieht weiteren Forschungsbedarf: „Die Forschung an Strömungsmaschinen vergleiche ich gern mit den Fortschritten bei unseren Verbrennungsmotoren: Der Volkswagen Käfer hatte sicherlich einen ausgereiften Motor, jedoch verbrauchte dieser meist mehr als zehn Liter auf 100 km. Moderne Verbrennungsmotoren – ausgerüstet mit entsprechender Prozess- und Steuertechnik – verbrauchen weniger als die Hälfte. Dieser Ansatz wird auch bei den Strömungsmaschinen kommen: Nur durch weitgehend vernetzte strömungstechnische Systeme werden die großen Herausforderungen der Zukunft, wie etwa die Ressourcenverknappung und die Folgen der Klimaänderung, erfolgreich zu bewältigen sein.“

Schaut man sich die aktuell beendeten bzw. gestarteten Projekte des Forschungsfonds Pumpen (FFP) an, sieht man, wo auch nach Auffassung der Hersteller weiterer Forschungsbedarf besteht: So werden dort „kavitierende Strömungen“ untersucht (sicher hilft dabei das Projekt „CFD-Simulation“), und die „Funktionserfüllung von Abwasserpumpen“ wird ebenso studiert wie „Metallmatrix-Verbundwerkstoffe“. Auch in Zukunft bleibt es also bei Strömungsmaschinen spannend – das (Lauf-)Rad der Pumpen- und Kompressorengeschichte wird sich weiterdrehen!

Event-Tipp der Redaktion: Die Trend-Themen in der Pumpentechnik live erfahren und diskutieren auf dem 12. PROCESS- Pumpenforum im Rahmen der Förderprozess-Foren 2014 (18./19. November in Würzburg). In der Bildergalerie finden Sie die Referenten und Themen der letzten Veranstaltung 2013.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

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