Trendbericht anlässlich 20 Jahre PROCESS

Pumpen und Kompressoren – Strömungsmaschinen im Wandel

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Trends in der Kompressorenentwicklung

Und was sind die „großen“ Entwicklungen bei Kompressoren? Da sind die Verbesserung der Leistungsdichte durch höhere Drehzahlen zu nennen, ebenso wie die Verlängerung der Betriebszeiten und insbesondere auch die Verringerung der Umweltbelastung z.B. durch trockenlaufende Verdichter. Die Lärmreduktion und der insgesamt niedrigere Energieverbrauch kommen hinzu. Inzwischen bieten alle namhaften Hersteller Druckluft-Audits an. Damit werden Leckagen identifiziert, falsch dimensionierte Leitungen erkannt oder eine nicht bedarfsgerechte Erzeugung ermittelt.

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Gesetzgeber zwingt zu neuen Lösungen

Ein „natürlicher“ Entwicklungspartner der Hersteller auch während der vergangenen zwei Jahrzehnte war der Gesetzgeber – auf nationaler wie internationaler Ebene. Zwei Beispiele sollen das belegen: die TA-Luft sowie die Ökodesign-Richtlinie.

Aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz resultierte 2002 die TA-Luft. Im Wesentlichen sind Kriterien zur Emissionsvermeidung bzw. -verminderung beim Fördern von flüssigen organischen Stoffen genannt. Das erfordert den Einsatz leckagefreier Pumpen wie Spaltrohrmotorpumpen, Magnetkupplungspumpen sowie konventionelle Pumpen mit drucklosen oder druckbeaufschlagten Gleitringdichtungen.

Auf europäischer Ebene laufen seit 2005 unter dem Begriff EuP (Energy using Products = energiebetriebene Produkte; heute: ErP = Energy related Products = energieverbrauchsrelevante Produkte) Gesetzgebungsverfahren zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch Minimierung des elektrischen Stromverbrauchs. Die Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie war und ist vor allem für die Betreiber von Vorteil, gewährleisten die Vorgaben doch, dass die betroffenen Produkte eine angemessene Mindest-Energieeffizienz aufweisen. Unakzeptable Energieverschwender, die im Laufe der Nutzung unnötig Geld kosten, werden vom Markt verbannt.

Für die Hersteller bedeutete dies, sich auf Hocheffizienzmotoren und Frequenzumformer zur Drehzahlregelung zu konzentrieren. Hinzu kam später – ebenfalls in Folge entsprechender EU-Vorgaben – ein verstärkter Fokus auf den hydraulischen Wirkungsgrad von Pumpen.

2024: Was kommt?

Es wäre vermessen, über die konkreten Entwicklungen der vor uns liegenden 20 Jahre zu sprechen. Was in den kommenden zehn Jahren wichtig sein könnte, das zeigen die heute bereits auf Tagungen angesprochenen Themen. Diskutiert wird beispielsweise über die vielfältigen Anwendungsoptionen von Oberflächenvergütungen und die sich daraus ergebenden Optimierungspotenziale. Auch in der Gleitringdichtungstechnik bleibt die Entwicklung nicht stehen (Gasdichtungen, Cartridge-Einheiten, sterile Dichtungen).

Welche technischen Entwicklungen ein Raffineriebetreiber erwartet, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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