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Energiedaten als Einstieg in Industrie 4.0
Vor diesem Hintergrund lässt sich die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz immer seltener allein mit Energiespareffekten darstellen. Doch Unternehmen können das Notwendige der neuen ISO 50003 mit dem Nützlichen verbinden: Wenn eine differenzierte und strukturierte Datenbasis vorliegt, lassen sich Module intelligenter Datennutzung in den Unternehmensprozessen realisieren.

Großes Potenzial liegt beispielsweise darin, Produktionsprozesse entlang der Preise auf dem Energiemarkt zu steuern. Im Kraftwerksbereich ist dies bereits lange Realität. So können Algorithmen Energiemarktdaten in die Betriebssteuerung einspeisen und besonders energieintensive Prozesse in Zeiten mit niedrigen Energiepreisen verlagern – abhängig vom (prognostizierten) Auftragseingang. Das erzielt wirtschaftlich weitaus größere Effekte als das ein oder andere Prozent an thermodynamischer Anlageoptimierung.
Mehr Aufwand in der Datenerfassung und -verarbeitung bedeutet also nur auf den ersten Blick höhere Kosten. Im Gegenteil: Kostensenkungen auf ganz neuem Niveau werden dadurch möglich. Auf diese Perspektiven muss der Zuschnitt von Effizienzprojekten reagieren.
Bislang wurde ein bestimmter Schmerz beim Energieverbrauch mit einem darauf zugeschnittenen Optimierungsprojekt bearbeitet – mit einem eng gefassten Betrachtungsbereich und Analyseniveau.
Doch es lohnt sich, die Perspektive zu weiten: Projekte sollten auch im Hinblick auf ihren Beitrag Richtung Digitalisierung betrachtet und entsprechend konzipiert werden. Genau dies schafft die Voraussetzungen für die weitergehende Verknüpfung von Unternehmensprozessen unter dem Stichwort Industrie 4.0.
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