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Aufwand für den Nachweis von Energieeinsparung steigt
Die Anforderungen der ISO 50003 verbunden mit dem Interpretationsrahmen ISO 50006 und 50015 machen es nötig, die Nachvollziehbarkeit von Effizienzmaßnahmen deutlich zu verbessern. Das bedeutet einigen Mehraufwand.
Zum einen müssen Unternehmen künftig ein sehr differenziertes Bild der Energieverbrauchsstruktur ermitteln. Zum anderen wachsen die Anforderungen an die Datengenauigkeit: Für ein Reporting im Rahmen eines zertifizierten Energiemanagementsystems müssen die Messunsicherheiten genau definiert werden.
Alles eine Frage der Kennzahlen
Je mehr gemessene Variablen in eine Kennzahl zur Energieeinsparung einfließen, umso wichtiger wird es, die Einflüsse der Einzelunsicherheiten in ihrer relativen Größenordnung zu kennen und in einem entsprechenden Berichtswesen zu berücksichtigen. Für eine Energiesparmaßnahme muss also nachvollziehbar dokumentiert sein, aus welchen Datenquellen ihr Effekt berechnet wird, mit welcher Unsicherheit er behaftet ist und wie er sich in den betreffenden Kennzahlen darstellt.
Ein rein qualitativer Hinweis, welche Kennzahl betroffen ist, wird nicht mehr ausreichen. Wer das Energiemanagementsystem weiterhin zertifiziert haben möchte, um in den Genuss steuerlicher Vergünstigen zu kommen, der wird deutlich mehr Arbeitsressourcen investieren müssen. Allein um das Berichtswesen sowie die Transparenz der Datenhaltung und der Verrechnung auf Vordermann zu bringen, braucht es das Know-how hochqualifizierter Mitarbeiter, über das viele Unternehmen noch nicht verfügen.
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