Med-Industry + Pharma Day

Pharma als Partner – gemeinsam neue Märkte erobern

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Die Trennung zwischen Wirkstoff- und Geräteseite wird immer öfter aufgelöst

„Und dennoch wird es immer mehr Projekte geben, die die strikte Trennung zwischen der Wirkstoff- und Geräteseite zum Aufbewahren, Liefern, Überwachen auflösen“, prophezeit Paul Wismer, Business Development Manager bei Balda Medical. Als Auftragshersteller für beide Kundensegmente war er an der Entwicklung eines Gerätes zur Dispensierung der Anti-Baby-Pille für eine Pharma-Firma beteiligt. „Wir bringen das nötige Know-how zum Design und Manufacturing medizinischer Geräte mit, Pharma-Firmen kennen die Wirkstoffseite entsprechender Lösungen.“

Als Partner der Firma Mechatronic hat Balda Medical mit dem Smart Drug Dispenser darüber hinaus ein elektronisches Dosiergerät für Medikamente entwickelt, das per App angesteuert werden kann. Die App erinnert Patienten nicht nur mit einem akustischen Signal an die Einnahme, sondern das Gerät gibt auf Knopfdruck auch gleich die richtige Dosis der verordneten Medikamentation ab. Dafür konnten die Entwicklungspartner auf der Compamed 2015 den Devicemed-Award in der Kategorie „Produkte“ entgegennehmen.

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In der Kardiologie sind Medizintechnik und Pharma längst verschmolzen

In der Kardiologie sind Medizintechnik und Pharma indes schon längst verschmolzen. Vor allem medikamentenbeschichtete Stents und Ballons sind als Kombinationsprodukte bereits seit Jahren im Einsatz. Einer, der sich damit auskennt, ist Dr. Ingolf Schult, Director Business Development der Hemoteq AG, eines Unternehmens der Gruppe Freudenberg Medical. Seit zehn Jahren macht Hemoteq mehr als 90 Prozent seines Umsatzes mit Kombinationsprodukten. Doch Schult bemängelt, dass viele Entwicklungen noch nicht ausreichend aus der Perspektive von Kombinationsprodukten angegangen würden. Sobald sich das ändert, erwartet er jedoch vielfältige Möglichkeiten für Kooperationen. Hemoteq jedenfalls habe ausreichend Ressourcen, Know-how und Schnittstellen aufgebaut, um den kompletten Produktlebenszyklus von Kombinationsprodukten abzudecken – von Konzeptentwicklung und Machbarkeitsstudien über Produktentwicklung, präklinische und klinische Studien sowie Zulassungsverfahren bis zur Serienfertigung.

Mit Drug Eluting Stents (DES) gelingt der Durchbruch

„Mit Drug Eluting Stents (DES) ist sicher ein Durchbruch gelungen“, bilanziert in diesem Zusammenhang Prof. Dr. Michael Gebauer. Als Geschäftsführer der Cardiac Research GmbH leitet er ein Verbundunternehmen für klinische Forschung. Aktuell sieht er in der Kardiologie Ansätze, die sich vor allem um die Darreichungsform der Wirkstoffe drehen. „Neue Medikamente der Lipidtherapie sind hier mit Injektions-Kits versehen, wie man sie aus der Therapie von Diabetikern kennt.“

Verzahnung zwischen forschenden Unternehmen und durchführenden Kliniken

„Doch so wie die Verzahnung auf Seiten der forschenden Unternehmen notwendig ist, wird sie auch auf Seiten der durchführenden Kliniken unerlässlich. Als Konsequenz versuchen wir unsere Mitarbeiter immer in beide Richtungen zu schulen, beispielsweise durch GCP-Zertifikate nach AMG und MPG“, ist Gebauer bereit für Veränderungen. Wenn es darum geht, Forschungsprojekte in der Klinik umzusetzen, sieht er meist auf Anhieb, ob das Studiendesign aus Richtung des Medizinproduktes oder aus Richtung des Arzneimittels gedacht wurde. Hier gelte es die entsprechenden Fachkenntnisse weiter zu verzahnen.

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