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Aufgrund steigender Nachfrage PCC erweitert Monochloressigsäure-Kapazität in Polen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

PCC baut aufgrund steigender Nachfrage die Produktion von Monochloressigsäure (MCAA) aus. Am polnischen Standort Brzeg Dolny stockt das Unternehmen die Jahreskapazität von aktuell 42.000 t sukzessive auf. Kurzfristig ist eine Steigerung um 25 % geplant. Mittelfristig ist eine Erweiterung auf bis zu 100.000 t/a vorgesehen.

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Die Produktionsanlage für hochreine Monochloressigsäure (MCAA) der PCC-Konzerntochter PCC MCAA in Brzeg Dolny.
Die Produktionsanlage für hochreine Monochloressigsäure (MCAA) der PCC-Konzerntochter PCC MCAA in Brzeg Dolny.
(Bild: obs/PCC SE/)

Duisburg, Brzeg Dolny/Polen – Die Konzerntochter PCC MCAA hat eine eigene State-of-the-Art-Technologie zur Herstellung der vielseitigen Spezialchemikalie entwickelt und bietet MCAA im kompletten Spektrum von technischer, hochreiner bis ultrareiner Qualität an. MCAA wird dabei je nach Kundenwunsch als wässrige Lösung in diversen Konzentrationen oder im festen Zustand, etwa als Schuppen, geliefert. Hochreine MCAA wird als Zwischenprodukt für die Herstellung einer Vielzahl von Produkten des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel in der Herstellung von Körperpflegeprodukten, Bindemitteln im Lebensmittelbereich, synthetischem Koffein in Softdrinks und der Vitaminherstellung eingesetzt, aber auch in einer ganzen Reihe weiterer Branchen: etwa zur Produktion von Pflanzenschutzmitteln sowie in Bergbau, Papierherstellung und Bauwirtschaft. So dient MCAA der Herstellung von PVC-Weichmachern und Klebstoffen. MCAA in ultrareiner Qualität wird zudem zur Weiterverarbeitung in Pharmasynthesen genutzt.

„In unserer Produktionsanlage stellen wir MCAA in höchstmöglicher Reinheit her", erklärt Waldemar Preussner, Unternehmensgründer und Vorsitzender des Verwaltungsrats der konzernleitenden Holding PCC. „Mit unserer Tochtergesellschaft PCC MCAA wollen wir in diesem wichtigen Markt auf globaler Ebene der Partner der Wahl für die Kunden werden.“ Wichtigster Markt von PCC MCAA ist aktuell Europa. Darüber hinaus ist die Marktexpansion insbesondere nach Nord- und Südamerika sowie Asien in Vorbereitung.

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Synergieeffekte dank kurzer Lieferwege

Für ihre Produktion nutzt die MCAA-Anlage u.a. Chlor und Wasserstoff. Diese wichtigen Rohstoffe werden per Pipeline direkt von der Schwestergesellschaft PCC Rokita am gleichen Standort im polnischen Brzeg Dolny geliefert. PCC Rokita ist das größte Chemieunternehmen der PCC-Gruppe. Durch die Integration der neuen MCAA-Anlage in die bestehende Chlor-Produktion wird die Wertschöpfungskette der PCC-Chemiesparte im Bereich Chlor um einen wichtigen Baustein für weiteres Wachstum deutlich verlängert. Die konzerneigene Produktion des für MCAA notwendigen Hauptrohstoffs Chlor und der wesentlichen Hilfsstoffe, wie zum Beispiel Wasserstoff, stellen die Versorgung der MCAA Produktion sicher.

„Unsere MCAA-Anlage in Brzeg Dolny liegt in unmittelbarere Nähe zur Chlorelektrolyse der PCC Rokita", sagt PCC-Verwaltungsratsvorsitzender Preussner. „Dies ist ein gutes Beispiel für die Synergieeffekte, die wir zwischen den Unternehmen der PCC-Gruppe schaffen. Die weitere Entwicklung der PCC MCAA wird unsere beiden Beteiligungen voranbringen. Denn in den vergangenen Jahren haben wir die Produktionskapazität unserer Membranelektrolyse - also unserer Chlor-Herstellung - deutlich erhöht. Die zusätzlichen Kapazitäten werden nun vor allem von der PCC MCAA abgenommen.“

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