Radar-Füllstandmessung

Neues Radar-Füllstandmessgerät fokussiert aufs Wesentliche

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„Die Zeit war reif“

Interview mit Jürgen Skowaisa, Produktmanagement Radar und Ultraschall bei Vega

PROCESS: Herr Skowaisa, bisher hielt sich Vega bei Radarmessgeräten hinsichtlich der Nachfrage nach höheren Frequenzen eher bedeckt. Warum haben Sie sich nun doch entschlossen, ein 79 GHz-Gerät anzubieten?

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Jürgen Skowaisa, Vega: „Die Zeit war reif, nun einen Radarsensor auf den Markt zu bringen, der unseren Anforderungen genügt.“(Bild:  Vega)
Jürgen Skowaisa, Vega: „Die Zeit war reif, nun einen Radarsensor auf den Markt zu bringen, der unseren Anforderungen genügt.“
(Bild: Vega)

Skowaisa: Mit weit mehr als 100 000 Radarsensoren allein im Schüttgutbereich haben wir sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet. Neben der interessanten, besseren Fokussierung bei einer höheren Frequenz war bisher der begrenzte Dynamikbereich der Komponenten ein Grund für uns, noch zu warten. In den letzten Jahren hat sich die 79 GHz-Radartechnik in der Automobilindustrie rasant weiterentwickelt. Neue Komponenten, die selbst kleinste Signale noch erfassen können und trotzdem einen sehr geringen Energiebedarf haben, kamen auf den Markt. Die Zeit war reif, nun einen Radarsensor auf den Markt zu bringen, der unseren Anforderungen genügt.

PROCESS: Ist man damit jetzt dem Universalsensor in der Schüttgut­industrie ein Stück näher gekommen?

Skowaisa: Das ist sicher der Fall. Der Sensor ist nicht nur für Medien mit geringen Reflexionseigenschaften und größeren Messbereichen geeignet, sondern deckt auch alle Standardaufgaben ab. Deshalb haben wir auch zwei verschiedene Antennensysteme für die unterschiedlichen Messaufgaben geschaffen. Ob die Sensoren mit der höheren Frequenz alle bisherigen Messaufgaben immer besser lösen können, muss die Praxis zeigen. Mehr als zehn Jahre Erfahrung mit der bisherigen 26 GHz-Technik kann man nicht von heute auf morgen mit einem neuen System ersetzen.

Für uns stand bei der Entwicklung des neuen Sensors die Erweiterung des Anwendungsspektrums im Fokus. Die bisherigen Praxistests sind sehr positiv – die Tendenz zu einem Universalsensor zeichnet sich bei dem neuen Gerät sicher ab. Allerdings gibt es nach wie vor sicherlich keinen Sensor, der alle Anwendungen abdeckt. Doch der neue Vegapuls 69 kommt in den unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz – von kleinen Schüttgutcontainern bis zu großen Lagerhallen. Um den unterschiedlichen Anforderungen zu entsprechen, mussten bisher unterschiedliche Ausführungen eingesetzt werden. Der neue Sensor besitzt nun genügend Leistungsreserve bei kleineren Messbereichen und lässt sich auch bei Höhen bis 120 Meter für Füllstand- und Abstandmessungen einsetzen.

PROCESS: Der Vegapuls 69 wird zur Powtech auf den Markt gebracht. Wie sind die letzten Versuche abgelaufen?

Skowaisa: Wir haben eine große Anzahl von Sensoren weltweit verteilt, um ein umfangreiches Feedback zu bekommen. Natürlich haben viele unserer Kollegen die Ambition, die Geräte dort einzusetzen, wo wir mit der bisherigen Technik an Grenzen gestoßen sind, also vor allem bei besonders schwierigen Anwendungen. Wir bekommen ausführliche Berichte von jeder Messung und sind oft überrascht, was mit den neuen Geräten möglich ist. Neben der guten Fokussierung ist der große Dynamikbereich, also die Möglichkeit, selbst extrem kleine Reflexionssignale noch zu erkennen, der große Pluspunkt des neuen Gerätes.

* Der Autor ist Produktmanagement für Radar und Ultraschall bei der Vega Grieshaber KG, Schiltach.

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