Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Rolle rückwärts: BASF verkauft Anteile an Vattenfall-Offshore-Projekt zurück

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03.03.2025

Wien (dpa) *22:50 Uhr – Borealis und Borouge fusionieren – Neuer Branchen-Riese

Im Weltmarkt für Kunststoffe entsteht ein neues Schwergewicht. Die Petrochemie-Unternehmen Borealis und Borouge werden – unter Vorbehalt letzter rechtlicher Schritte – fusionieren, wie die Mutterkonzerne in Wien mitteilten. Borealis gehört zu 75 Prozent dem österreichischen Öl,- Gas und Chemiekonzern OMV, an Borouge hält der Staatskonzern Adnoc aus Abu Dhabi mit 54 Prozent die Mehrheit.

Ein Joint Venture solle unter dem Namen Borouge Group International gegründet werden, an dem OMV und Adnoc mit jeweils knapp 47 Prozent beteiligt seien, teilte der österreichische Konzern mit. Außerdem werde das Gemeinschaftsunternehmen für etwa neun Milliarden Euro Nova Chemicals kaufen. Die OMV werde an das neu gegründete Joint Venture eine Kapitelspritze in Höhe von 1,6 Milliarden Euro leisten.

Borealis ist laut OMV einer der weltweit führenden Anbieter von Polyolefin-Lösungen und stark im Recycling dieser Stoffe tätig. Aus dem Material werden Kunststoffartikel wie Schläuche, Verpackungen und Folien, sowie Gehäuse von Haushalts- und Elektronikgeräten gefertigt. Der Zusammenschluss der Unternehmen soll die technologische Expertise bündeln und die Basis für starkes Wachstum schaffen, wie OMV-Chef Alfred Stern zum Start der Verhandlungen mit Adnoc mitgeteilt hatte.

Adnoc baut seit einiger Zeit sein Engagement rund um das Chemiegeschäft aus. Der Konzern fördert fast das gesamte Öl für die Vereinigten Arabischen Emirate. Er hat große Investitionspläne, um sein Geschäft mit Erdgas, Chemikalien und sauberer Energie global zu erweitern. Die teilstaatliche OMV ist mit einem Konzernumsatz von rund 34 Milliarden Euro und etwa 23 000 Mitarbeitern eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Der Staat hält 31,5 Prozent an dem Konzern.

Brüssel/Kopenhagen (dpa) *12:25 Uhr – EU-Kommission: Verschmutzung in Europa zu hoch

Lärm, Mikroplastik, Abfall: Menschen und Umwelt leiden unter nach wie vor unter zu hoher Verschmutzung in der EU. Das geht aus einem neuen Bericht der EU-Kommission und der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Zwar seien Fortschritte erreicht worden, jedoch seien «wesentlich stärkere Maßnahmen» erforderlich, um selbst gesteckte Ziele zu erreichen.

Dem Bericht zufolge sind etwa insbesondere Städte von gesundheitsschädlichem Verkehrslärm betroffen. Der Anteil der Menschen, die chronisch durch Verkehrslärm gestört werden, soll bis 2030 eigentlich um 30 Prozent gesenkt werden, seit 2017 wurde jedoch nur ein Rückgang von zwei Prozent erreicht.

Die Luft sei zwar insgesamt sauberer geworden, doch «ist die Zahl der Todesfälle durch verschmutzte Luft nach wie vor zu hoch», teilte die Kommission mit. Auch Mikroplastik bleibt den Angaben nach ein Problem. Die künstlichen Partikel entstehen etwa durch Reifenabrieb oder gelangen beispielsweise durch Textilien oder Kosmetikprodukte in die Umwelt. Die Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt hat dem Bericht zufolge seit 2016 um rund sieben bis neun Prozent zugenommen. Ziel ist, dass sie bis 2030 um 30 Prozent sinken soll.

Zudem wachse das Abfallaufkommen in der EU weiter. Trotz Bemühungen um eine Kreislaufwirtschaft – also beispielsweise mehr Recycling und Wiederverwendung – nehme die Menge an produziertem Müll nicht ab. Auch Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft sind dem Bericht zufolge weiter hoch.

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