Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Rolle rückwärts: BASF verkauft Anteile an Vattenfall-Offshore-Projekt zurück

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06.03.2025

Berlin (dpa) *15:53 Uhr – Rosneft-Anteile an Raffinerien bleiben unter Treuhand

Der Bund behält vorerst die Kontrolle über die deutschen Tochtergesellschaften des russischen Staatskonzerns Rosneft und ihre Anteile an PCK Schwedt und zwei anderen deutschen Raffinerie. Die Bundesregierung verlängert die 2022 begonnene Treuhandverwaltung um weitere sechs Monate bis 10. September 2025. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Die deutschen Rosneft-Ableger halten rund 54 Prozent der Anteile an der wichtigen Raffinerie PCK, die weite Teile des Nordostens mit Sprit, Heizöl, Kerosin und chemischen Produkten versorgt. Darüber hinaus haben sie Minderheitsbeteiligungen an den Raffinerien Mi-Ro in Karlsruhe und Bayernoil in Vohburg. Insgesamt vereint Rosneft damit etwa zwölf Prozent der Kapazitäten zur Verarbeitung von Rohöl in Deutschland.

PCK raffinierte jahrzehntelang russisches Öl aus der Pipeline Druschba. Seit Anfang 2023 verzichtet Deutschland nach einer Entscheidung der Bundesregierung auf russisches Pipelineöl. PCK suchte sich andere Bezugsquellen. Eine Rückkehr zu russischem Pipelineöl ist nicht absehbar, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht. Dieser Import sei auf Grundlage von EU-Recht verboten.

Darmstadt (dpa) *08:19 Uhr – Boom um Künstliche Intelligenz treibt Merck an

Der Darmstädter Technologie- und Pharmakonzern Merck profitiert vom Boom um Künstliche Intelligenz. Im vergangenen Jahr verzeichnete Merck einen starken Umsatzanstieg bei Halbleitermaterialien, die etwa in Hochleistungschips für KI eingesetzt und stark nachgefragt werden. Zudem wuchs das Geschäft mit Arzneien insbesondere gegen Krebs, sodass der Dax-Konzern seinen Umsatz leicht um 0,8 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro steigern konnte.

Seit dem zweiten Halbjahr stehen auch die Zeichen in der Laborsparte wieder auf Aufschwung, nachdem der Bereich nach dem Corona-Boom lange unter schwacher Nachfrage gelitten hatte. Damit geht es bei Merck nach einem schwierigen Vorjahr wieder aufwärts; dabei verlief das Schlussquartal überdurchschnittlich stark.

Merck hatte in den vergangenen Jahren mehrere Zukäufe gestemmt, um in das Geschäft mit Produkten und Dienstleistungen für die Halbleiterindustrie einzusteigen. Besonders gefragt sind nun Materialien, die in Chips mit den höchsten Rechenleistungen bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch zum Einsatz kommen.

Im vergangenen Jahr hielt Merck zudem seine Kosten im Griff. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg um 3,3 Prozent auf fast 6,1 Milliarden Euro. Wegen höherer Steuern verdienten der Konzern jedoch unterm Strich mit knapp 2,79 Milliarden Euro rund zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Vorstandschefin Belen Garijo will nun im laufenden Jahr an den Aufschwung anknüpfen und Umsatz und Gewinn weiter steigern. Der Konzern sei bestens aufgestellt, um von globalen Trends, darunter Halbleitern für das KI-Zeitalter, zu profitieren. Für die Aktionäre soll es eine stabile Dividende von 2,20 Euro geben.

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