Pastillieren

Neuentwickeltes Kühlband erhöht die Ausbeute beim Pastillieren

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Die spezifische Leistung bei Petroleumharz SK1XX auf dem Band betrug 94 kg/m²h. Zum Vergleich: Auf dem Stahlband betrug sie bei identischen Versuchsparametern 79 kg/m²h. Bemerkenswerterweise wird die erhöhte Leistung ausschließlich durch die hohe Wärmeleitfähigkeit des neuen Bandes erreicht, da die Pastillen des Stahlbandes und des Bandes identische Höhen aufweisen. Einen weiteren interessanten Punkt stellt die Abstreifung der Pastillen am Bandende dar. Im Gegensatz zum Stahlband haften die Pastillen in nur sehr geringem Maße am Band.

Somit braucht der Abstreifer ausschließlich das Produkt und nicht das Band zu berühren. Auch beim EVA-Hotmelt wurden ähnliche Ergebnisse wie bei Petroleumharz-Produkten beobachtet. Bei identischen Versuchsparametern betrug die spezifische Leistung auf einer Stahlbandanlage etwa 78 kg/m²h, im Vergleich zum Band mit einer Leistung von 85 kg/m²h. Dies entspricht einer Leistungssteigerung um zehn Prozent.

Die Höhe der Pastillen ist bei beiden Versuchsreihen identisch und beträgt etwa vier Millimeter. Besondere Vorteile der Neuentwicklung zeigte die Versuchsauswertung im Hinblick auf die Verwendung von Benetzungshilfsmittel. Aufgrund der starken Haftung des Produkts am Stahlband muss das Stahlband vor der Produktaufgabe mit einer Wasser-/Tensidlösung benetzt werden. Die Pastillen werden am Bandende mit einem stark an das Band angestellten Abstreiferblatt abgenommen. Das Band kann ohne Benetzungsmittel betrieben werden, da die Pastillen nur wenig am Band haften und leicht abgenommen werden können. Das erhöht die Produktivität und reduziert die Betriebskosten.

Fazit

Mit der Verwendung des neuentwickelten Bandes lassen sich – bei sonst identischen Verfahrensparametern und identischen Abmessungen der Kühlbandanlage – bei vielen Produkten gegenüber dem Stahlband höhere Leistungen erzielen. Bei sehr dünnflüssigen Produkten mit niedriger Oberflächenspannung ist dieser Effekt am größten. Bei stark klebrigen Produkten kann ohne die Zugabe von Benetzungs- bzw. Antihaftmitteln pastilliert werden. Ein großes deutsches Chemieunternehmen nutzt seit kurzem diese Kühlbandtechnologie für die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten bei der Herstellung von Polymersträngen. Die neuen Gewebebänder befinden sich bereits seit Sommer 2008 erfolgreich im Dauerbetrieb.

A. Robens ist Geschäftsführer, J. Meirick ist Mitarbeiter der Kaiser SBS GmbH, Krefeld.

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