Pastillieren

Neuentwickeltes Kühlband erhöht die Ausbeute beim Pastillieren

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Die Verarbeitung von Petroleumharzen erfolgt zumeist auf Stahlbandanlagen, wobei das Produkt in Pastillen- oder Schuppenform anfällt. Die Harze verfügen über stark haftende Eigenschaften, und die Abnahme des Produktes am Bandende erfolgt aus diesem Grund über stark angestellte Abstreifer, die den Staubanteil im Endprodukt erhöhen. Zudem bleiben auf dem Stahlband oft Produktrückstände kleben, die den Wärmeübergang bei den nachfolgenden Schmelzen reduzieren.

EVA-Hotmelts sind lösemittelfreie Klebstoffe, die je nach Zusammensetzung bei Raumtemperatur mehr oder weniger klebrig sind und die hauptsächlich in der Buchbindung und der Verpackungsindustrie angewendet werden. Auf Stahlbändern können EVA-Hotmelts meist nur mithilfe eines flüssigen oder puderförmigen Antihaftmittels, welches vor dem eigentlichen Produkt auf das Stahlband aufgegeben wird, produziert werden.

Die Überprüfung der erzeugten Pastillenform mit Fettalkohol C14X hat ergeben, dass die Höhe der Pastillen, die auf dem Q.max-Band hergestellt wurden, 2,55 Millimeter beträgt, im Vergleich zu 2,2 Millimetern bei Verwendung eines Stahlbandes. Der Pastillendurchmesser beträgt in beiden Fällen etwa fünf Millimeter. Die Versuche wurden mit gleichen verfahrenstechnischen Parametern gefahren. Somit weisen die Pastillen auf dem Band eine nahezu ideale Halbkugelform auf. Aus diesem Grund konnte auch das Schüttgewicht der Q.max-Pastillen um sechs Prozent erhöht werden.

Trotz dieser größeren Höhe der Pastillen wird die gewünschte Abwurftemperatur von 31 °C bereits nach 21 Sekunden Verweilzeit auf dem Band erreicht, während nach dieser Zeit die Pastillentemperatur auf dem Stahlband noch 36 °C betrug.

Signifikante Erhöhung der Ausbeute

Bei einer Kühlstrecke der Versuchsanlage von zehn Metern betrug die Leistung bei der Verwendung eines Stahlbandes 166 Kilogramm pro Stunde, bei der gleichen Anlage mit aufgelegtem Q.max-Band 213 Kilogramm pro Stunde, und dies bei identischen Versuchsparametern, also auch bei gleicher Pastillenabwurftemperatur. Es wurde demzufolge eine signifikante Erhöhung der Ausbeute von 28,3 Prozent erreicht.

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