Pneumatische Förderung für explosionsgefährdete Anwendungen

Mit Vakuumpumpen sicher fördern

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Zudem werden Multijector-Vakuumförderer ausschließlich mit Druckluft betrieben. Auch die Steuerung des Förderers erfolgt in der Regel rein pneumatisch. Somit lassen sich elektrische Anlagenteile als mögliche Zündquelle schon einmal ausschließen.

Konventionelle Vakuumerzeuger generieren eine nicht unerhebliche Reibungs- und Strahlungswärme und erhöhen so die Gefahr für eine mögliche Entzündung. Druckluftbetriebene Vakuumpumpen nach dem Multijector-Prinzip hingegen arbeiten mit expandierenden Luftströmen und kühlen sich folglich im Betrieb sogar ab. Ein „Heißlaufen“ wie bei mechanischen Pumpen ist dabei nicht möglich.

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Besondere Gefahrenquellen für die Entstehung einer klassischen Funkenentladung stellen in Fördersystemen isolierte, aber leitfähige Teile dar. Das können beispielsweise nicht geerdete und durch eine Dichtung isolierte Revisionsklappen, nicht geerdete Filterstützkörbe, isoliert montierte Förderleitungen oder Entkopplungen sein. Zwei weitere Kenngrößen für das elektrische Aufladungspotenzial an diesen Anlagenteilen sind die Kapazität und der Luftspalt zwischen den Teilen im System, da diese Bauteile wie ein Kondensator wirken können. Erreicht die Aufladung dann einen gewissen kritischen Wert, kann in Abhängigkeit von der gespeicherten Energie ein Funke zwischen den beiden leitfähigen Bauteilen überspringen. Diese so genannte Funkenentladung hat eine sehr hohe Zündwirksamkeit für Stäube (in Abhängigkeit der Mindestzündenergie) und somit natürlich auch für Gase und hybride Gemische (Gas-/Staubgemische).

Die Bauweise der Multijector-Vakuumförderer verhindert die Entstehung dieser Ladungsnester, weil alle produktberührenden Teile elektrisch leitfähig miteinander verbunden sind und Ladungen über einen gemeinsamen Erdungsanschluss abfließen. Bei der Verwendung von Saugschläuchen bieten sich elektrostatisch ableitfähige Varianten an, wobei zusätzlich die in den Schlauch eingearbeitete Drahtspirale geerdet wird.

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