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Entwicklung der SCR-Technik in Japan
Die SCR-Technologie wurde erstmals in den 1980er Jahren in Japan entwickelt. Dabei wird durch Einspritzen von Ammoniak (NH3) in ein Katalysatorbett die Stickoxid-Konzentration im Rauchgas gesenkt. Dank dieser Entwicklung ist es gelungen, die Kohle als kostengünstige Energiequelle im Markt zu halten.
Doch trotz ausgereifter Technologie kämpfen die Verfahrenstechniker beim Betrieb von SCR-Einheiten in kohlegefeuerten Anlagen nach wie vor mit Herausforderungen. Dazu gehören beispielsweise:
- Minimierung der Druckverluste im System mit dem Ziel, den Energieverbrauch der Gebläse und damit die Betriebskosten des Kraftwerks zu reduzieren.
- Erreichen eines optimalen Verhältnisses von Geschwindigkeit, NOx, NH3-Reaktionsstoff und Temperatur am Eingang des SCR-Reaktors, um die Effizienz der Reduktion zu verbessern und den Ammoniakverbrauch zu verringern.
- Sicherstellen gleichmäßiger Gasgeschwindigkeitsvektoren im Katalysator, um das Verschleißrisiko am Katalysator zu senken und dadurch dessen Lebensdauer zu verlängern.
- Vermeidung partikelförmiger Ablagerungen und Ascheansammlungen in der SCR-Einheit. Diese erhöhen den Druckverlust und die notwendigen Wartungszeiten und wirken sich negativ auf die Lebensdauer des Katalysator aus.
Fuel Tech, Flow Tack und die GSG-Entwicklung
Fuel Tech entwickelt innovative Lösungen für die Abgasreinigung (Air Pollution Control, APC) in Kraftwerken. Ihre Stickoxid-Reduktionstechnologien werden weltweit in über 800 Anlagen eingesetzt.
2008 hat das Unternehmen den auf APC-Technologien spezialisierten Engineeringdienstleister Fuel Tech gekauft. Hauptgrund für die Akquisition war deren Erfahrung bei der Nutzung von CFD für die Entwicklung neuer Methoden zum Mischen und zur Optimierung von APC-Ausrüstung.
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