Pharmaproduktion

Mit anpassungsfähigen Mahlsystemen die Produktion flexibler gestalten

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Flexibilität ist gefragt

Bei Durchsicht des Pflichtenheftes fällt auf, dass der Kunde aus Kroatien eine Hammermühle sucht, die einfach in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren ist. In den Betriebsanforderungen wird ein Zerkleinerungssystem vorgeschrieben, das Pulver, Granulate und harte Klumpen zu einem feinen Pulver mit gleichmäßiger Kornverteilung zu vermahlen imstande ist und zudem als High-Containment-Design ausgeführt und Atex-konform sein muss.

Es wird eine Durchsatzleistung von mindestens 1000 kg/h, eine stufenlose Drehzahl-Regelung des Antriebs, ein einfaches Wechseln des Rotors von der Schlag- auf die Schneideseite und umgekehrt, eine präzise und regelbare Produktzuführung und ein System zur Staubreduktion innerhalb des OEB-Levels 5 verlangt. Die Hammermühle soll in einem Reinraum zum Einsatz kommen. Aufgrund der Produkteigenschaften ist eine Klassifizierung der Mahlkammer mit einer Atex-Zone 20 erforderlich, der Bereich direkt außerhalb der Hammermühle muss der Zone 22 entsprechen.

Bei Stromausfall ist es Bedingung, dass die Alarme auf einem Display erscheinen und Produktverluste in jedem Fall vermieden werden können. Die komplette Anlage (Steuerung, Antrieb, Einlauf- Auslauftrichter, Mahlkammer, Dosier- und Entstaubungssystem, mobile Hubsäule) muss in Übereinstimmung mit den cGMP- und FDA-Richtlinien arbeiten.

Mobil einsetzbar

Da es sich bei der Fredrive um ein offenes System handelt, bietet sich die Lösung geradezu an: Eine Hammerwitt vom Typ Fredrive auf mobiler Hubsäule. Die Anlage Hammerwitt-6 mit mobiler Hubsäule wird bei Frewitt betriebsbereit aufgestellt, ausführlich dokumentiert und vom Kunden durch Unterzeichnen eines FAT-Protokolls abgenommen. In Kroatien besteht der folgende Schritt in der Installation und Inbetriebnahme der Anlage, und der finalen Abnahme mittels SAT-Protokoll. Nachdem Bediener und Wartungspersonal eingeschult und einsatzbereit sind, zeigt sich, was die neue Anlage in Sachen Sicherheit leistet.

Die Monoblockbauweise des Mühlenkopfs verhindert das Ansetzen und Austreten von Staub und ist einfach zu reinigen. Die kontinuierliche Produktzufuhr des Profi-Valve 150 vermeidet das Verstopfen durch eine regelbare und kontinuierliche Produktzufuhr. Darüber hinaus filtert der integrierte Profi-Clean 90 Staubpartikel aus der Prozessabluft, damit diese nicht in den Produktionsraum gelangen können. Für einen kontinuierlichen Produktionsprozess ist der Profi-Clean 90 außerdem mit einem automatischen Abreinigungssystem der Filterpatrone ausgestattet. Des Weiteren stoppt die Anlage automatisch bei einem nicht autorisierten Eingriffversuch über magnetische Sicherheitsschalter am Einlauftrichter und an der Fronttür. Auch die Technik überzeugt: Die Hammerwitt-6 ist mit allem Zubehör auf einem Rahmen montiert, der an die mobile Hubsäule gekoppelt ist. Ein stufenloser Drehzahlregler im Bereich von 1000 – 6000 rpm mit Drehzahlanzeige garantieren die Kontrolle der erforderlichen Drehzahl in Abhängigkeit von Rezeptur und Produkteigenschaften. Über ein intuitives HMI wird die Anlage gesteuert, zudem werden Rezepte verwaltet, Alarmdiagnosen ausgeführt und Prozessdaten gesichert. Auch die Atex-Richtlinien sind bei diesem System in jeder Hinsicht erfüllt: Die Mahlkammer ist in Atex II 1 D (Zone 20) und die restlichen Teile der Hammermühle sowie die mobile Hubsäule sind in Atex II 3 D (Zone 22) ausgeführt.

Fazit: Mit der multifunktionalen Fredrive und dem auf einer mobilen Hubsäule montierten modularen Mühlenkopfsystem ist ein neues, flexibles System entstanden. Da es zudem noch mobil ist, kann es überall im Produktionsraum zum Mahlen und Befüllen von Containern verschiedener Größen genutzt werden.

* * Der Autor ist Regional Sales Manager bei Frewitt, Granges-Paccot/Schweiz.

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