Neuausrichtung und Konsolidierung

Lanxess will wettbewerbsfähiger werden

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Auch für die dritte Stufe „Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsportfolios“ hat Lanxess erste Schritte eingeleitet. Über Fortschritte in der Umsetzung der Neuausrichtung auch über die Restrukturierung hinaus wird der Konzern ab dem Jahr 2015 fortlaufend informieren.

Ergebnisverbesserung im zweiten Quartal 2014 bei Lanxess

Eine gute Nachfrage nach Agrochemikalien, positive Impulse aus der Baubranche, aber auch eine anhaltend schwierige Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken sowie negative Wechselkurseffekte prägten die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2014. Lanxess verzeichnete gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen mit Ausnahme von Lateinamerika einen Volumenzuwachs. Konzernweit ergab sich ein Absatzplus von zwei Prozent. Dieser Anstieg konnte den Preisrückgang von fünf Prozent nicht völlig ausgleichen. Insgesamt sank der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 5,7 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen wuchs gegenüber dem Vorjahr um 20,7 Prozent auf 239 Millionen Euro. Verantwortlich für diese Entwicklung waren höhere Absatzmengen, die gestiegene Auslastung der Produktionsanlagen sowie Einsparungen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm „Advance“. Damit liegt das operative Ergebnis am oberen Ende der erwarteten Bandbreite zwischen 220 und 240 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg auf 11,8 Prozent nach 9,2 Prozent im Vorjahr.

Konzernergebnis verbessert sich wesentlich

„Das unverändert moderate Ergebnisniveau und der zunehmende Wettbewerb belegen die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Zachert.

Das Konzernergebnis verbesserte sich wesentlich auf 55 Millionen Euro nach neun Millionen Euro ein Jahr zuvor. Grund dafür waren unter anderem ein verbessertes Finanzergebnis sowie geringere Sonderaufwendungen. Im Vorjahr waren 40 Millionen Euro für Restrukturierungen im Segment Performance Chemicals angefallen.

Insbesondere aufgrund der erfolgreichen Kapitalerhöhung im Mai 2014 sanken die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2014 auf rund 1,5 Milliarden Euro nach rund 1,7 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2013. Der operative Cashflow stieg infolge des besseren Geschäftsverlaufs und geringerer Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr 2013 deutlich auf 178 Millionen Euro.

Schwieriges Marktumfeld bei Performance Polymers

In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ging der Umsatz im Segment Performance Polymers um 12,1 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zurück. Ursächlich waren vor allem weiterhin niedrige Verkaufspreise in allen Kautschuk-Geschäften. Das EBITDA vor Sondereinflüssen im Segment stieg insbesondere aufgrund der besseren Auslastung der Produktionsanlagen um 28 Millionen Euro auf 122 Millionen Euro.

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