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Bonus-Regelung für Externe
Mehrere Gesellschaften der Bilfinger Berger Industrial Services (BIS) haben mit Bayer CropScience einen Vertrag für betriebsnahe Instandhaltung mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Gesamtvolumen von über 50 Milliionen Euro geschlossen. Zu lösen war zunächst der grundlegende Interessenskonflikt, der darin besteht, dass der Service-Dienstleister generell ein Interesse an möglichst vielen Reparaturaufträgen hat, der Betreiber hingegen an geringen Kosten für die Instandhaltung und einer hohen Anlagenverfügbarkeit interessiert ist. Gemeinsam mit der Beraterfirma Agamus Consult wurde ein Konzept ausgearbeitet, das beide Partner zufrieden stellt. Ergebnis: Der Dienstleister erhält einen Bonus in Abhängigkeit von jeder zusätzlich gewonnenen Anlagenverfügbarkeit bzw. Produktionsmengensteigerung. So profitieren sowohl der Betreiber als auch der Dienstleister von einem sinkenden Instandhaltungsaufwand.
Fazit: In der Branche ist in der Tat Bewegung zu sehen. Als Folge der Krise haben viele Betreiber bislang ausgelagerte Aktivitäten zurück ins Unternehmen geholt, um freie Kapazitäten auszulasten bzw. die externen Kosten zu reduzieren. Im Hinblick auf den allseits erwarteten Fachkräftemangel ist es aber sicher keine Spökenkiekerei, um hier schon bald wieder eine Wende hin zum Outsourcing zu erwarten. Allerdings spielt der Schutz des unternehmenseigenen Kern-Know-hows im Hinblick auf den Prozess (Chemie) und die Rezeptur (Spezialchemie/Pharma) eine zentrale Rolle bei der Entscheidung, welche Instandhaltungs-Aufgaben an externe IH-Dienstleister vergeben werden. Und wichtig ist natürlich, dass der Dienstleister ‚Stallgeruch’ mitbringt, sich in der Branche bestens auskennt.
* Der Autor arbeitet als freier Redakteur für PROCESS.E-Mail-Kontakt: bitpress@t-online.de
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