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Dosierpumpen

Industrie-Dosierpumpen in der Abwasserreinigung

| Redakteur: Sonja Beyer

Zur anaeroben Reinigungsstufe der Abwasserreinigungsanlage in Wiesbaden gehören neue Anaerobreaktoren, in denen sich Klärgas bildet. Dosierpumpen sorgen hier für die Stabilisierung des pH-Wertes. (Bild: Bilder: Lutz-Jesco)
Zur anaeroben Reinigungsstufe der Abwasserreinigungsanlage in Wiesbaden gehören neue Anaerobreaktoren, in denen sich Klärgas bildet. Dosierpumpen sorgen hier für die Stabilisierung des pH-Wertes. (Bild: Bilder: Lutz-Jesco)

Unterschiedliche Dosierleistungen, aggressive Medien, Anbindung an Prozessleitsysteme oder Industrie-Netzwerke: Dies sind – nicht nur inder Abwasserbehandlung – die Anforderungen an Dosierpumpen, sodass Komplettlösungen zunehmend gefragt sind.

Bis zu 80 Tonnen CSB (chemischer Sauerstoffbedarf) pro Tag fallen im Abwasser der Unternehmen im Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden an, für den Infraserv Wiesbaden die Ver- und Entsorgung betreibt. Um dies bewältigen zu können, wurde die Abwasserreinigungsanlage zwischen 2006 und 2009 erweitert und um Anaerobreaktoren ergänzt, in denen Klärgas entsteht. Ausgerüstet wurden die vollautomatisch arbeitenden Dosiersysteme der unterschiedlichen Reinigungsstufen mit Industrie-Dosierpumpen des Herstellers Lutz-Jesco.

Für geringe Dosierleistungen sind Magnet-Membrandosierpumpen der Baureihe Magdos DX im Einsatz, da sie für niedrige Drücke und kleine Dosiermengen ausgelegt sind. Bei der präzisen Dosierung von Flüssigkeiten ist ihre Leckagefreiheit ein Vorteil, besonders wenn Produktreinheit oder Sterilität wichtig oder aggressive und toxische Medien zu fördern sind. Für die hohe Genauigkeit auch bei kleinen Fördermengen sorgen Doppelkugelventile. Leistungsstarke Hubmagneten erlauben verschiedene Anwendungen, da die Fördermenge je Hub stufenlos eingestellt werden kann. Zur Proportionaldosierung ist die Ansteuerung von beliebigen Kontakten handelsüblicher Wasserzähler möglich. Magnet-Membrandosierpumpen eignen sich durch ihr Funktionsprinzip besonders für die proportionale Steuerung in Abhängigkeit von Impulsen oder Eingangssignalen von 0/4 ... 20 mA. Sie arbeiten ohne Anlaufverzögerung bzw. Auslaufträgheit und reagieren auf jeden Ansteuerungsimpuls mit einer genau festgelegten Dosiermenge. Ihre modulare Aufteilung in Steuereinheit, Antrieb und Dosierkopf ermöglicht durch die Kombination verschiedener Optionen eine maßgeschneiderte Lösung je nach Anwendungsfall.

Dosierung von Natronlauge

In einem Betriebsgebäude mit Raumtemperaturen bis zu 35°C arbeiten mehrere Dosiersysteme in Redundanz. Ein großer Lagerbehälter aus PE-HD für das Vorhalten mehrerer Tankwagenfüllungen Natronlauge bedient hier die Dosieranlagen. Für die notwendige Stabilisierung des pH-Wertes in den Anaerobreaktoren sind die Dosieranlagen mit Motor-Membrandosierpumpen der Baureihe Memdos DX von Lutz-Jesco ausgerüstet, die für Anwendungen mit niedrigen Drücken und hohen Dosiermengen ausgelegt sind. Ihre Bauart erlaubt eine breite Werkstoffpalette für die Fertigung der einzelnen Bauteile bzw. Module. So stehen für aggressive Medien die medienberührten Bauteile wie Dosierkopf, Membrane, oder Ventile aus Werkstoffen wie Edelstahl, PVC oder PVDF zur Verfügung. Durch einen robusten Stößelantrieb mit manueller oder automatischer Leistungsverstellung werden die geförderten Medien, beispielsweise Säuren, Laugen, Fällungs- und Flockungsmittel, zuverlässig und genau dosiert. Um einen unkontrollierten Austritt von Medium selbst bei Verschleiß der Dosiermembrane zu vermeiden, sind die Memdos-Pumpen auch mit Doppel-Membran-System erhältlich. Die Steuerung der Pumpe erlaubt eine vielseitige Anpassung an verschiedenste Ansteuersignale und Systemüberwachungen. Sie kontrolliert z.B. den Vorrat des Dosiermediums durch Vor- und Leermelde-Alarm. Die zur externen Aktivierung benötigten Signale können sowohl einfache potenzialfreie Schließkontakte vom Wasserzähler oder Regler, als auch analoge 0/4 ... 20 mA-Signale sein. Die Memdos DX ist für den Eigentaktantrieb, je nach Ausführung, stufenlos zwischen 0 und 142 Hüben/min einstellbar. Bei jedem Takt wird ein einzelner Hub ausgeführt. Optional steht der Anschluss an ein Ethernet-Netzwerk zur Verfügung, und auch die Möglichkeit zur Chargendosierung ist gegeben.

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