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Universitätslehrgang „Pumpenfachingenieur“ In einem Jahr zum Pumpenexperten

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Ob als Betreiber oder Hersteller – wer eine vertiefte Einführung in die Pumpentechnik möchte, hat mit „pump.ing.“ die Gelegenheit dazu. Im Juli dieses Jahres startet der dritte Jahrgang des Universitätslehrgangs/Fernstudiums zum „Pumpenfachingenieur“. Die Kick-off-Veranstaltung findet am 27. Juli in Worms statt; bis Mitte August können noch Teilnehmer aufgenommen werden.

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Die Teilnehmer des zweiten Jahrganges zusammen mit den Organisatoren Prof. Dr.-Ing. Helmut Jaberg (2.v.l.) und Dr.-Ing. Friedrich Wilhelm Hennecke (5.v.l.).
Die Teilnehmer des zweiten Jahrganges zusammen mit den Organisatoren Prof. Dr.-Ing. Helmut Jaberg (2.v.l.) und Dr.-Ing. Friedrich Wilhelm Hennecke (5.v.l.).
( Archiv: Vogel Business Media )

Pumpen-Know-How wird in den verschiedensten Industriebranchen immer wichtiger. So hat die Fokussierung der Unternehmensaktivitäten auf Kernkompetenzen zur Ausgliederung des Instandhaltungs- und Servicebereiches an eigene Servicepools oder externe Unternehmen geführt. Als Folge von Kosteneinsparungen werden die Instandhaltungsstrategien von fixen Revisionsintervallen hin zur zustandsabhängigen Instandhaltung ständig weiterentwickelt, und die Zustandsanalyse gewinnt an Bedeutung.

Für die richtige Beurteilung sowohl des Betriebs- als auch des Servicezustandes einer Pumpe ist ein erhebliches Maß an technischem Wissen und praktischer Betriebserfahrung notwendig. Aber auch auf der Herstellerseite, in Vertrieb, Konzeption, Marketing und Entwicklung wird das Pumpen-Know-How immer wichtiger, weil sowohl die Anlagenplaner und -bauer als auch die Betreiber auf die Beratung und den Erfahrungsaustausch mit hochqualifizierten Pumpenexperten besonderen Wert legen.

Vom Grundlagenwissen bis zum spezifischen Prozess- und Anlagenwissen

Dieser Entwicklung wurde mit der Gründung des Universitätslehrganges „Pumpenfachingenieur“ – durch die TU Graz, TU Berlin und Uni Erlangen-Nürnberg – Rechnung getragen. Dabei wird sowohl die Vermittlung von Grundlagenwissen als auch von spezifischem Prozess- und Anlagenwissen für die verschiedensten Bereiche der Industrie in den Mittelpunkt gestellt. Praktisches Wissen aus den Bereichen Betrieb und Instandhaltung ergänzt das Bildungsangebot und unterstreicht damit den Praxisbezug der Weiterbildung.

Die Zielgruppe

Zielgruppe des Universitätslehrganges „Pumpenfachingenieur“ sind somit sowohl Ingenieur-Absolventen von Hochschulen und Universitäten oder berufsbildenden höheren technischen Schulen als auch Werksmeister oder Techniker, die in ihrer täglichen Berufspraxis mit Pumpen und verfahrenstechnischen Anlagen in Berührung kommen.

Die Themenbereiche

Für die Ausarbeitung der Kursunterlagen konnten international anerkannte Fachleute mit langjähriger Berufserfahrung in den entsprechenden Fachgebieten gewonnen werden. Die Themenbereiche gliedern sich wie folgt, wobei aus dem vierten Fachgebiet „Planung, verschiedene Anwendungsgebiete“ aus den angebotenen Vertiefungen zwei zu wählen sind.

1. Einführung: Hydraulische Grundlagen, Fördermedien, Pumpenbauarten, -typen, -auswahl, Markt und Branche

2. Das Pumpenaggregat: Grundsätzlicher Aufbau, Pumpe, Pumpenwerkstoffe, Beurteilung von Schadensbildern, Antrieb

3. Die Pumpe in der Anlage: Regelung und Absicherung, Pumpenbetrieb, Instandhaltung, Schäden, Normen und Gesetze, Praxisgerechte Auswahl von Pumpen

4. Planung, verschiedene Anwendungsgebiete: Verfahrenstechnik, Raffinerien, Kraftwerke, Gebäudetechnik, Wasser, Abwasser, Lebensmittel- und Steriltechnik, Papierindustrie

Insgesamt entspricht die Ausbildung einem Gesamtumfang von ca. 400 Stunden.

Die Inhalte der einzelnen Kurse sind größtenteils im Selbststudium zu erarbeiten. Der Zusammenhalt des Kurses, der Zugang zu den Lehrmitteln und die Kommunikation zwischen den Teilnehmern und mit den Referenten wird durch eine handliche Internetplattform erreicht. Für die Fernstudienkurse werden Unterlagen in didaktisch vorteilhaftem Format zur Verfügung gestellt. Die gesamte Ausbildung ist abschnittsweise und auf den Kenntnissen der vorangegangenen Kurse aufbauend organisiert. Jeder Ausbildungsabschnitt bzw. jedes Ausbildungsmodul wird mit einer Abschlussprüfung beendet.

Branchenspezifische Vertiefung

Nach einer verpflichtenden Grundausbildung, in der zunächst theoretische und praktische allgemeingültige Pumpen-Grundlagen geboten werden, können branchenspezifische Module je nach Bedarf des einzelnen Teilnehmers als vertiefende Ausbildung gewählt werden. Hier werden anlagen- und prozessspezifische Kenntnisse, die für die jeweilige Branche wichtig sind, vermittelt und die Grundlagen entsprechend vertieft.

Die Ausbildung ist abgeschlossen, wenn alle Pflichtveranstaltungen sowie die Wahlmodule im erforderlichen Umfang belegt und die dazugehörigen Prüfungen erfolgreich abgelegt wurden. Für die Beantwortung von allgemeinen Fragen sowie für eine individuelle Betreuung jedes einzelnen stehen die Vortragenden während Sprechstunden per E-Mail und auch im Diskussionsforum auf der Lernplattform zur Verfügung.

Aufgrund der qualitativ hochwertigen Ausbildung und des daraus resultierenden hohen, aber überschaubaren Zeitaufwandes wird die Ausbildung als Fernstudium mit sehr wenigen Präsenzphasen an leicht erreichbaren Orten angeboten. Für die Teilnehmer, die sich während der Präsenzphasen untereinander kennen lernen sollen, ergeben sich durch den zeitlich geplanten Ablauf entscheidende, didaktische Vorteile. Als Zeitbasis für die Durchführung eines Kurses wurde die Dauer von einem Jahr zu Grunde gelegt.

Daten & Fakten auf einen Blick

Das Fernstudium zeichnet sich aus durch freie Zeiteinteilung, Praxisrelevanz durch Kooperation mit der Industrie, renommierte Referenten aus der Industrie.

Kick-off-Veranstaltung: 27. Juli in Worms

Erste Präsenzphase: 16./17. August in Berlin (bis zu diesem Termin können noch Teilnehmer aufgenommen werden)

Dauer: ca. 1 Jahr

Kosten: 5000 Euro (ab dem 2.Teilnehmer eines Unternehmens 10% Rabatt)

Voraussetzung: Ingenieursausbildung oder umfangreiche Praxis im Umgang mit Pumpen sowie Berufsausbildung in einem (Lehr-)Beruf, der in der produzierenden Industrie wichtig ist.

Abschluss: Nach erfolgreicher Absolvierung sind die Teilnehmer zur Führung des Titels „Pumpenfachingenieur“ bzw. „Pumpenfachtechniker“ berechtigt (abhängig vom Grad der Vorbildung).

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Helmut Jaberg

Tel. +43 (0)3 16 / 8 73 - 75 71

www.pumpenfachingenieur.com

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