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Isobutenverfahren Global Bioenergies erzielt Meilenstein bei der Fermentation von Isobuten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die fermentative Produktion von Isobuten in der Demonstrationsanlage von Global Bioenergies in Leuna ist erfolgreich angelaufen. Dauer und Leistung der Fermentation übertrafen dabei die der gegenwärtigen Pilotanlage im französischen Pomacle.

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Fermentationseinheit
Fermentationseinheit
(Bild: Gunter Binsack)

Leuna, Evry/Frankreich – Die erfolgreiche Phase der maßstabsgetreuen Umsetzung wurde weniger als fünf Monate nach der Inbetriebnahme der Fermentationseinheit der Demonstrationsanlage in Leuna im Dezember 2016 erreicht. Dieser Erfolg ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur groß angelegten Nutzung des Isobutenverfahrens. „Die direkte fermentative Produktion von gasförmigem Isobuten ist eine neues Feld auf dem wir Pionierarbeit leisten. Es war nicht mit Gewissheit vorherzusagen, dass es uns gelingt, die in kleinen Mengen erzielten Ergebnisse genauso schnell in einer maßstabsgetreuen Demonstrationsanlage zu wiederholen“, sagt Ales Bulc, Geschäftsführer von Global Bioenergies. Der Fermenter in Leuna besitzt ein Fassungsvermögen von 5.000 l.

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Die Entwickler des Verfahrens wollen die Produktivität in den kommenden Monaten weiter steigern. „Die Verfahrensparameter liegen heute noch unterhalb der kommerziellen Zielwerte“, so Rick Bockrath, VP für chemische Verfahrenstechnik bei Global Bioenergies. Neu identifizierte Bakterienstämme mit verbesserter Produktivität würden in Kürze auf die Demonstrationsanlage übertragen, sagte Denis Thibaut Direktor der zuständigen Fermentation.

Des Weiteren ließ das Unternehmen verlauten, dass die Aufreinigungseinheit die Genehmigung vom TÜV erhalten hat. Sobald das Abfüllsystem in Betrieb genommen sein wird, wird die Einheit völlig einsatzbereit sein. Die Lieferung der ersten Isobutenchargen an Partner für Tests wird im Juni erwartet. „Eines unserer großen Ziele für das Jahr 2017 ist, dass wir uns bei der Demonstrationsanlage in Leuna kommerziellen Ergebnissen annähern. Wir werden dann über ein ausgereiftes Verfahren verfügen, das wir auf Produktionsstätten im kommerziellen Maßstab übertragen können“, erklärte Marc Delcourt, CEO von Global Bioenergies.

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