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Energieführung in Kläranlagen Geschlossenes Energieführungssystem bietet Schutz und spart Energie

Autor / Redakteur: Frank Schlögel / Dr. Jörg Kempf

Ob Räumerbrücke im Vorklärbecken, Sand- oder Fettfang: In allen Reinigungsstufen von Kläranlagen muss Energie zugeführt werden. Der Energieführungsspezialist Igus hat jetzt eine Lösung entwickelt, welche die besonderen Herausforderungen von Kläranlagen berücksichtigt und gleichzeitig Energie einspart.

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Das kompakte Energieführungssystem Basic Flizz sorgt in der Kläranlage Volmetal in Lüdenscheid für Funktionssicherheit.
Das kompakte Energieführungssystem Basic Flizz sorgt in der Kläranlage Volmetal in Lüdenscheid für Funktionssicherheit.
(Bild: Igus)

Unermüdlich bewegt sie sich vor und zurück, bei jeder Witterung, 24 Stunden am Tag, rund 300 Tage im Jahr – die Räumerbrücke eines Klärbeckens. Sie schiebt die schlammförmigen Sedimente auf dem Grund des Beckens in Trichter, von wo sie weiteren Reinigungsprozessen zugeführt werden. Die ständige Bewegung des Räumaggregats erfordert eine mobile Energie- und Datenführung, die zuverlässig funktioniert. Für diesen Zweck nutzte man bislang klassische Kabeltrommeln oder Festoon-Systeme. Doch für viele Kläranlagenmeister sind diese Lösungen unbefriedigend, da ständige Bewegung und wechselnde Umwelteinflüsse zu erhöhtem Verschleiß an den offen liegenden Leitungen führen und diese sich verdrillen oder verhaken können.

Die Zeit war reif für eine neue Lösung: Der Energieführungsspezialist Igus aus Köln hat ein Komplettsystem entwickelt, mit dessen Hilfe Energie – auch bei langen Verfahrwegen in rauen Umgebungen – robust und wetterfest geführt werden kann. Das speziell für den Einsatz in Kläranlagen entwickelte Energieführungssystem besteht aus drei Komponenten: einer Kunststoff-Energiekette, einer Chainflex-Leitung für dauerbewegte Anwendungen sowie einer Führungsrinne aus Edelstahl. Zusammen bilden die drei Module das standardisierte Komplettsystem „Basic Flizz“.

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Im Basic Flizz wird die Strom zuführende Leitung über die gesamte Strecke gleichmäßig in der Energiekette geführt. So bleiben die Leitungen immer in derselben Position und können sich nicht verdrehen. Darüber hinaus ermöglicht das durch variable Stege anpassbare Kammersystem im Inneren der Kette das Mitführen weiterer Medien wie Luft, Flüssigkeiten, Daten oder Steuersignale. Dabei lassen sich die Leitungen und Schläuche jederzeit, auch noch nach der Installation, mithilfe der nach außen aufklappbaren Öffnungsstege schnell nachrüsten.

Der Kunststoffspezialist Igus entwickelt sowohl die Ketten als auch die Leitungen selbst. Dabei sind die unter dem Namen Chainflex konstruierten Leitungen speziell für dauerbewegte Anwendungen konzipiert worden. Die Werkstoffe der Energieketten und der Leitungen sind genau aufeinander abgestimmt. Auf diese Weise werden die Leitungen in der Kette besonders schonend und abriebarm geführt. Das Portfolio umfasst 1020 Leitungen ab Lager, darunter zahlreiche Daten- und Busleitungen für alle Systeme im industriellen Einsatz. Alle Leitungen durchlaufen im firmeneigenen Labor millionenfache Tests hinsichtlich Material und Funktion. Aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung und Testkompetenz garantiert Igus eine exakt berechnete Lebensdauer.

Praxisbeispiel gefällig? Auf der nächsten Seite geht’s in die Kläranlage Volmetal des Ruhrverbandes in Lüdenscheid.

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