Wartung und Instandhaltung

Geräte- und Anlagenmarkierung – besser geht’s mit RFID

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Kompakte RFID-Transponder in immer mehr Bauteilen

Passive RFID-Transponder enthalten keine eigenen Energiequellen und sind daher wartungsfrei. Sie versorgen sich aus den Funksignalen des Abfragegeräts und haben dadurch eine geringere Reichweite. Bei den passiven Transpondern unter-scheidet man zudem noch zwischen

  • Low-Frequency-Transpondern (LF - 125–135 kHz),
  • High-Frequency-Transpondern (HF - 13,56 MHz),
  • Ultra-High-Frequency-Transpondern (UHF - 868 MHz).

RFID-Transponder werden aufgrund ihrer kompakten Bauweise in immer mehr Bauteilen integriert. Die Anforderungen an einen Transponder – etwa Lesereichweite und Performance – hängen von der Größe der Antenne und den physikalischen Eigenschaften des Mikrochips ab. Daher kann dieser in seinen Dimensionen variieren. Das maximale Datenvolumen – also die Menge der Informationen, die auf dem Speicherchip hinterlegt werden können – hängt von der Speicherkapazität des Chips ab.

Heute werden bereits Codierungen auf Schilder gedruckt, um mehr Informationen in der Kennzeichnung zu hinterlegen. Sowohl der Barcode als auch der QR-Code werden für eine zukunftsweisende mobile Instandhaltung in der Anlagenkennzeichnung eingesetzt. Für das Abscannen der Codes wird der direkte Sichtkontakt benötigt – die Reichweite zwischen Lesegerät und Code beträgt nur wenige Zentimeter. Außerdem sind die Informationen statisch und können nicht mehr geändert werden. Auch Schmutz, Dunkelheit und Alterung des Schildes oder Etikettes beeinträchtigen das Abscannen der Codes.

Für das Auslesen der Informationen aus dem RFID-Transponder hingegen wird kein direkter Sichtkontakt benötigt. Die Ausleseeinheit in Form eines Handhelds oder einer stationären Antenne muss sich nur in der unmittelbaren Nähe des Transponders befinden. Je nach Transpondertyp und Umgebung können RFID-Transponder und Leseeinheit durchaus mehrere Meter auseinander liegen. Vorteilhaft ist auch, dass die Daten dynamisch sind, sie können so im Speicher geändert oder erweitert werden.

Spezielle Kennzeichnungssysteme

Auch in den Applikationsbereichen KKS (Kraftwerk-Kennzeichensystem) und RDS-PP (Reference Designation System for Power Plants) wurden die Vorteile der RFID-Technik für zusätzliche Kennzeichnungen erkannt. Das KKS dient der einheitlichen und systematischen Kennzeichnung von Kraftwerksanlagen, und RDS-PP ist ein zeitgemäßer Ersatz für das Kraftwerk-Kennzeichensystem KKS mit einer Reihe von Neuerungen und Erweiterungen. Bedruckt werden die Kennzeichnungsschilder dabei mit einem KKS- oder RDS-PP-Code, einem Kurztext und einem Barcode. Durch die zusätzliche Integration eines RFID-Transponders im Schild bieten sich nun neue Möglichkeiten – wie die RFID-unterstütze Datenerfassung bei Kontroll-, Rund- und Inspektionsgängen.

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