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Wartung und Instandhaltung

Geräte- und Anlagenmarkierung – besser geht’s mit RFID

| Autor/ Redakteur: Patrick Oster / Dr. Jörg Kempf

Eine eindeutige und unverwechselbare Markierung von prozesstechnischen Anlagen hat einen hohen Stellenwert in der Industrie. Die Anforderungen an die Materialien – wie Lesbarkeit oder Beständigkeit – sind daher ebenfalls hoch. Da sich die Applikationsfelder zudem immer weiter ausdifferenzieren, verlangt der Markt nach neuen Lösungen – z.B. mit RFID.

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Durch den Einsatz von RFID (Radio-Frequency Identification)-Transpondern lassen sich bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten viele Probleme lösen – z.B. die Prüfung in schwer zugänglichen Bereichen. Das Dokumenten-Management erfolgt dann nicht mehr in herkömm-lichen Aktenordnern, sondern digital – und damit sicherer und effizienter.
Durch den Einsatz von RFID (Radio-Frequency Identification)-Transpondern lassen sich bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten viele Probleme lösen – z.B. die Prüfung in schwer zugänglichen Bereichen. Das Dokumenten-Management erfolgt dann nicht mehr in herkömm-lichen Aktenordnern, sondern digital – und damit sicherer und effizienter.
(Bild: Phoenix Contact)

Die Kennzeichnung von Objekten in aggressiver Umgebung stellt immer höhere Anforderungen an die Beständigkeit der Bedruckung. Reinigungs- und Lösungsmittel oder andere aggressive Medien können der Bedruckung schwer zusetzen oder diese sogar vollständig vom Kennzeichnungsschild abtragen.

Zudem kann der Montageort noch aus anderen Gründen problematisch sein. Schwer zugängliche Bereiche – zum Teil ohne Licht oder stark verschmutzt – erschweren das Ablesen der Kennzeichnung. Derartige Unwägbarkeiten kosten viel Zeit und machen alle Arbeiten an den Betriebsmitteln zu kostspieligen Prozessen.

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Papiergestützte Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten stellen in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Das Mitführen von Prüfunterlagen, Wartungsprotokollen und Objekt-Dokumenta-tionen erschwert die Wege zwischen den Wartungspunkten. Im Außenbereich können die Unterlagen aus Papier zudem durch Umwelteinflüsse wie Regen oder Wind beeinträchtigt werden.

Nach dem Wartungsrundgang wird ausgewertet, und die Ergebnisse auf den Papierprotokollen werden in das IT-System übertragen. Auch dieser Prozess verschlingt Zeit und Kosten und birgt zudem Fehlerpotenzial. Änderungen oder Ergänzungen an Objekten müssen immer ordnungsgemäß dokumentiert werden. Typenschilder oder Kennzeichnungsschilder müssen dann oft neu bedruckt und ausgetauscht werden. All diese Maßnahmen bringen zusätzliche Aufwände und hohe Kosten mit sich.

Papiergestützte Arbeiten ersetzen

Um dem steigenden Kostendruck entgegen zu wirken, müssen Instandhaltungsprozesse einfacher und effizienter werden. Die papiergestützten Arbeiten können durch moderne und industrietaugliche Identifikations- und Kommunikationsmöglichkeiten ersetzt werden, ein papierloser Informationsaustausch über das zentrale Dokumentations- und Instandhaltungssystem ist durchaus möglich. Wenn hier RFID-Technik zum Einsatz kommt, gehören kostspielige Wartungsarbeiten der Vergangenheit an.

Als „Radiofrequenz-Identifikation“ ermöglicht RFID eine berührungslose Identifikation, einen Austausch von Daten sowie eine Lokalisierung von Transpondern oder Tags ohne direkten Sichtkontakt. Ein Transponder besteht aus einem Mikrochip, einer Antenne sowie einem Träger oder Gehäuse. Die digitalen Informationen werden im Mikrochip gespeichert, als Stromversorgung für den Mikrochip während des Kommunikationsvorganges dient die Antenne.

Bei den Transpondern unterscheidet man zwischen aktiv und passiv. Aktive RFID-Transponder haben eine eigene Energiequelle – meist in Form einer Batterie. Sie versorgt den Mikrochip und erzeugt ein Rücksignal. Durch die hohe Reichweite von mehreren Hundert Metern werden aktive Transponder häufig in der Logistik genutzt.

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