Dechema-Forum Exzellent und relevant

Von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema 1 min Lesedauer

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Der DECHEMA-Preis 2025 wurde kürzlich im Rahmen der 100-Jahr-Feier der DECHEMA an Patrick Lott vom KIT verliehen. Seine Forschung zum dynamischen Betrieb von Katalysatoren zeigt, wie chemische Prozesse effizienter werden können – bis hin zum Katalysator im Auto. Das Beispiel macht deutlich, wie gute Wissenschaftskommunikation komplexe Forschung verständlich und relevant vermittelt.

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema
(Bild: Dechema)

Wissenschaftliche Preisverleihungen finden in der Öffentlichkeit häufig wenig Beachtung, mit Ausnahme des Nobelpreises. Über den wird in jeder Nachrichtensendung berichtet. Dass das überhaupt möglich ist, liegt unter anderem an der hervorragenden Wissenschaftskommunikation des Nobelpreis-Komitees: Auf welchem Feld haben die Ausgezeichneten geforscht, und warum ist das für uns alle relevant? Und wie lässt sich das in 30 Sekunden vermitteln?

Im täglichen Wissenschaftsleben kommt dieser kommunikative Aspekt häufig zu kurz – zu komplex die Forschung, zu aufwändig die Darstellung, zu groß die Bedenken, unzulässig zu vereinfachen.

Dabei haben auch Preise mit etwas weniger Reichweite als der Nobelpreis spannende Anwendungsaspekte. Nehmen wir den DECHEMA-Preis 2025, der kürzlich im Rahmen der 100-Jahr-Feier der DECHEMA verliehen wurde. Patrick Lott vom KIT erhielt ihn für seine Arbeiten zum „innovativen und wegweisenden dynamischen Betrieb heterogen katalysierter Reaktionen unter extremen Bedingungen“. Klingt erstmal abstrakt. Doch welche praktische Relevanz seine Erkenntnisse haben, stellte der Preisträger in seinem Vortrag sehr anschaulich dar: Dank dynamischem Betrieb können Plätze an der Katalysatoroberfläche schnell wieder freigemacht und für die nächste Reaktion genutzt werden. So laufen Prozesse noch schneller und effizienter ab als im statischen Betrieb, und das nicht nur in den Anlagen der chemischen Industrie, sondern auch im KFZ-Katalysator.

Heute verbreitet sich der Eindruck einer zunehmenden Skepsis gegenüber Wissenschaft. Dem müssen wir entgegentreten: Mit guter Kommunikation, mit Aufklärung, mit Sachlichkeit und mit dem Versuch, die Relevanz von Wissenschaft aufzuzeigen. Und dafür müssen wir keine Nobelpreisträger sein – wir können heute anfangen.

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