Gleitringdichtungen Externe Medien für die Versorgung von Gleitringdichtungen, und was es bei der Auswahl zu beachten gilt

Autor / Redakteur: Kerstin Bechtel und Andreas Winkler / Dr. Jörg Kempf

Zur Auswahl des richtigen Dichtungssystems gehört oft auch die Wahl des geeigneten Versorgungsmediums. Ungeeignete Versorgungsmedien können die Lebensdauer einer Gleitringdichtung signifikant reduzieren und negative Auswirkungen auf das Prozessmedium haben. Für den Betreiber ist es meist nicht einfach, das passende Produkt zu finden. Der Beitrag stellt Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Versorgungsmediums für Gleitringdichtungen vor.

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Werden Pumpen oder andere Apparate wie Mischer oder Trockner mit Gleitringdichtungen abgedichtet, so ist häufig der Einsatz eines externen Mediums z.B. zur Kühlung oder Schmierung der Dichtung oder zur Verhinderung von Ablagerungen notwendig. Dieses externe Medium wird mit dem Überbegriff Versorgungsmedium bezeichnet und erfüllt je nach Anwendung diverse Aufgaben. Die Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Anwendungen von Versorgungsmedien und deren Funktionen.

Werden ein Quench oder ein Vorlagemedium eingesetzt, dann wird aufgrund der Druckverhältnisse das Versorgungsmedium im Laufe der Zeit mit dem Prozessmedium angereichert. Bei einer Spülung oder bei gesperrter Fahrweise ist der Druck des Versorgungsmediums immer höher als der Druck des abzudichtenden Prozessmediums, was dazu führt, dass das Versorgungsmedium in einer gewissen Menge in das Prozessmedium gelangt.

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Die Anforderungen an das ideale Versorgungsmedium sind vielfältig, und es ist schwierig, immer alle Kriterien zu erfüllen. Zu jeder Entscheidung gehören deshalb das Setzen von Prioritäten und das Eingehen von Kompromissen. Vor allem folgende Kriterien sind wichtig bei der Auswahl eines geeigneten Versorgungsmediums:

  • gute Schmierfähigkeit,
  • hohe Wärmekapazität,
  • keine Feststoffe,
  • keine Ablagerungsneigung,
  • geeignete Viskosität,
  • gute Verträglichkeit mit dem Prozessmedium,
  • keine Einstufung als Gefahrstoff,
  • hohe Zündtemperatur und hoher Flammpunkt,
  • ausreichender Abstand der Siede- von der Prozesstemperatur,
  • gute Beständigkeit der verwendeten Werkstoffe,
  • keine Neigung zum Schäumen,
  • hohe Alterungsstabilität,
  • gute Verfügbarkeit und niedrige Kosten.

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