Gleitringdichtungen

Externe Medien für die Versorgung von Gleitringdichtungen, und was es bei der Auswahl zu beachten gilt

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Da eine der Aufgaben eines Versorgungsmediums die Schmierung der Gleitflächen ist, sollte es eine gute Schmierfähigkeit besitzen. Meist ist die Schmierfähigkeit von Wasser ausreichend. Auch eine hohe Wärmekapazität ist von Vorteil, wenn das Versorgungsmedium zur Kühlung der Dichtung eingesetzt wird, da die Wärmekapazität proportional zur abgeführten Wärmemenge ist.

Das Medium darf weder Feststoffe enthalten, noch zu Ablagerungen neigen. Ablagerungen können z.B. durch Verkokungsrückstände von Ölen oder durch rückstandsbildende Additive in Ölen, vor allem durch Zink- oder Phosphoradditive oder Silikate, entstehen. Generell gilt, dass niedrig viskose Flüssigkeiten besser als Versorgungsmedien geeignet sind als höher viskose Flüssigkeiten, da die Zirkulation und die Wärmeabfuhr dadurch erleichtert werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Viskosität von der Temperatur abhängt, und zwar sinkt die Viskosität mit steigender Temperatur und umgekehrt.

Was ist die optimale Viskosität?

In Abhängigkeit von der Fahrweise der Dichtung gibt es folgende Empfehlungen für die optimale Viskosität eines Versorgungsmediums, die möglichst im gesamten Betriebstemperaturbereich eingehalten werden sollte:

  • Naturumlauf: 0,5 bis 5 mm2/s;
  • Zwangsumwälzung durch eine Fördereinrichtung in der Gleitringdichtung, z.B. ein Fördergewinde: 0,5 bis 12 mm2/s;
  • Zwangsumwälzung durch eine externe Umwälzpumpe: 0,5 bis 15 mm2/s.

Das Versorgungsmedium sollte gegenüber dem Prozessmedium inert sein, d.h. es sollte bei den vorliegenden Prozessbedingungen keine Reaktion zwischen Versorgungsmedium und Prozessmedium stattfinden. Die Qualität des Prozessmediums darf auch nicht durch den Eintrag von Versorgungsmedium negativ beeinflusst werden. Dies ist besonders wichtig bei Endprodukten, Lebensmitteln, Kosmetika und pharmazeutischen Erzeugnissen.

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