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Enzymentwicklung und -produktion

Evocatal investiert in Kohlenhydrat-Spezialist Aevotis

| Redakteur: Tobias Hüser

„Die Produktplattform von Aevotis passt hervorragend zur Ausrichtung von Evocatal“, sagt Dr. Thorsten Eggert, Geschäftsführer von Eocatal.
„Die Produktplattform von Aevotis passt hervorragend zur Ausrichtung von Evocatal“, sagt Dr. Thorsten Eggert, Geschäftsführer von Eocatal. (Bild: Evocatal / Ludolf Dahmen)

Der Enzymspezialist Evocatal hat zum 1. Januar 2015 die Mehrheitsanteile an Aevotis übernommen. Die bereits seit 2012 kooperierenden Firmen vereinigen im neu entstandenen Firmenverbund ihre Wertschöpfungsketten von der Enzymentwicklung und -produktion bis hin zur Markteinführung neuer Kohlenhydrate, u.a. für die Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie.

Monheim am Rhein – Durch die Kooperation der beiden Firmen entsteht ein Expertise-Verbund im Bereich der Entwicklung und Produktion industrieller Enzyme und deren Einsatz zur Herstellung neuartiger Rohstoffe auf Kohlenhydratbasis. Die enzymatische Erschließung industrieller Nebenstoffströme sowie die Entwicklung neuer Inhaltsstoffe wird zukünftig das gemeinsame Thema der Kooperationspartner sein.

Evocatal will so vor allem den Lebensmittelmarkt adressieren. Aevotis gewinnt durch den Verbund eine breite Technologiebasis zur Enzymentwicklung und -produktion hinzu. „Wir beschäftigen uns bereits seit längerem mit der enzymatischen Modifikation von Polymeren für verschiedene Anwendungsgebiete. Kohlenhydrate passen als Biopolymere hervorragend in dieses Feld und wir adressieren darüber hinaus neue Märkte wie z.B. Lebensmittelinhaltsstoffe“, so Dr. Thorsten Eggert, Geschäftsführer der Monheimer Firma Evocatal. Durch Erfahrung in der Herstellung, Positionierung und Registrierung von neuen Produkten sei Aevotis deshalb ein sehr guter Partner.

Aevotis konnte in der Vergangenheit bereits erfolgreich neu entwickelte Produkte für Lebensmittelanwendungen an einen US-amerikanischen Konzern sowie für Anwendungen außerhalb des Lebensmittelbereiches an einen europäischen Marktführer auslizensieren. „Wir möchten diese Art des Erfolgskonzeptes weiterführen“, so die Gründer und Geschäftsführer von Aevotis, Dr. Volker Landschütze und Martina Döring. „Durch den Zusammenschluss mit Evocatal können wir unsere Produkte noch schneller in den Markt bringen. Vor allem aber bekommen unsere Kunden neben der Produktlizenz auch das zur Herstellung notwendige Enzym in industriellen Mengen ab sofort aus einer Hand.“

Enzyme für Kohlenhydrat-Polymere

Kohlenhydrat-Oligomere und -Polymere werden in Lebensmitteln u.a. aufgrund ihrer strukturgebenden Funktionen eingesetzt und wirken als Ballaststoffe sogar gesundheitsfördernd. Ihre Herstellung erfolgt ausschließlich auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Sie sind gesundheitlich unbedenklich und finden daher auch in Cremes oder in Körperpflegemitteln weitreichende Einsatzmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil ihrer Verwendung ist ihre vollständige biologische Abbaubarkeit, durch die sie auch in sehr großen Mengen keinerlei Umweltbelastung darstellen.

Durch bestimmte enzymkatalysierte Modifikationen können bei Polymeren neue, interessante Eigenschaften hervorgerufen werden und damit neue Substanzen und Materialien für die Industrie entstehen. Mit diesem Ziel hatte Evocatal bereits 2012 die Innovationsallianz „Funktionalisierung von Polymeren“ (FuPol) ins Leben gerufen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 8 Millionen Euro gefördert wird. Projektpartner sind u.a. Unternehmen wie Henkel, Sika, Coats, aber auch namhafte akademische Partner. Auch die Potsdamer Kohlenhydrate könnten durch neue enzymatische Verfahren weiter veredelt werden.

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