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Ethernet-Gateway Ethernet-Kommunikation jetzt auch in explosionsgeschützten Bereichen

Autor / Redakteur: Jorge Garcia* / Dr. Jörg Kempf

Mit dem ersten Ethernet-Gateway für das I/O-System Excom öffnet Turck die Welt der Prozessindustrie für Digitalisierung und Industrie 4.0. Sämtliche Prozessdaten gelangen so erstmals in ausreichender Geschwindigkeit über einen parallelen Datenkanal in IT-Systeme zur Analyse und Auswertung – ein schneller und einfacher Weg zu effizientem Condition Monitoring und vorausschauender Wartung.

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Gerüstet für die Zukunft: die Ethernet-Gateways integrieren sich nahtlos ins excom-System, vorhandene Modulträger sowie alle anderen Komponenten der Feldbus-Systeme können weiter verwendet werden.
Gerüstet für die Zukunft: die Ethernet-Gateways integrieren sich nahtlos ins excom-System, vorhandene Modulträger sowie alle anderen Komponenten der Feldbus-Systeme können weiter verwendet werden.
(Bild: © Turck, peshkova – stock.adobe.com, [M:froehm])

Die länger gestreckten Innovationszyklen der Prozessautomation erfordern vor allem bei Neuanlagen einen Blick in die Zukunft – in die Zukunft der Anlage wie in die der Automatisierungstechnik. Man muss kein Prophet sein, um dabei zu erkennen, dass ein tiefer gehender diagnostischer Blick auf die Prozesse und die Instrumentierung noch wichtiger werden wird. Anlagenplaner stehen vor der Frage, wie sie Automatisierungssysteme auf jeder Ebene auslegen, damit weiterführende Daten auch effektiv genutzt werden können. Und selbst wenn er heute noch gar nicht zwingend genutzt werden soll, so müssen Produktionsanlagen – die oft über Dekaden betrieben werden – heute schon einen Kanal für datengetriebene Optimierung integrieren. Wer konkrete Projekte auf dem Tisch hat, muss sein Automatisierungssystem für Monitoring und Optimierung (M+O), wie die Namur es nennt, öffnen.

Bei den klassischen Feldbuslösungen, sei es mit Profibus-DP, Profibus-PA oder Foundation Fieldbus, bildet die Busphysik einen Flaschenhals für weitergehende Diagnosen, die nicht vom Sensor selbst stammen, sondern in überlagerten Systemen außerhalb der Leitsysteme erfolgen sollen. Das bedeutet: Viele der Metadaten, die Hart-, Profibus-PA- oder Foundation-Fieldbus-Feldgeräte heute bereits liefern und übertragen können, werden aufgrund der begrenzten Bandbreite der Feldbusse (31,25 kBit/s mit Profibus PA und Foundation Fieldbus, 1,5 Mbit/s mit Profibus-DP-IS) nur sporadisch beim Gerätetausch oder zur Kalibrierung genutzt. Die Chancen zur datengestützten Optimierung von Prozessen oder zum frühzeitigen Erkennen von Verschleiß und Verschmutzung, Stichwort Predictive Maintenance, bleiben ungenutzt.