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Abfüll- und Verpackungslinien Eine Maschine für drei Formate: Abfüllen von Kaffeekapseln wird noch flexibler

| Autor / Redakteur: Stefan Horvath / M.A. Manja Wühr

Kaffeekapseln gibt es in einer Vielzahl von Formaten. Damit Hersteller kostengünstig Kapseln für die verschiedenen Systeme abfüllen und verpacken können, sind flexible Linien mit einer einfachen Formatumstellung gefragt. Mit dem Konzept „Schubert Coffee Evolution“ entwickelt Verpackungsspezialist Gerhard Schubert aktuell die passende Antwort darauf.

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Die Nachfrage nach günstigen, alternativen Kaffeekapseln steigt weiterhin.
Die Nachfrage nach günstigen, alternativen Kaffeekapseln steigt weiterhin.
(Bild: Gerhard Schubert)

Der Markt für Kaffeekapseln ist im Jahr 2018 in Deutschland erneut um 3,8 Prozent gewachsen. Damit lag ihr Marktanteil am deutschen Kaffeemarkt einer Pressemitteilung des Deutschen Kaffeeverbands zufolge bei sechs Prozent. Ein Grund hierfür ist, dass die Markenartikelhersteller ihre Produkte zunehmend auch bei Discountern anbieten. Je nach Portemonnaie und Designwünschen haben die Kunden die Wahl zwischen Marken wie Nespresso, Dolce Gusto, Tassimo oder Cafissimo. Hinzu kommen die Eigenmarken der Discounter, die für den Kaffeetrinker deutlich kostengünstiger sind. Was die Formate der Kapseln betrifft, ist der Markt dabei im Wesentlichen in drei unterschiedliche Größen aufgeteilt. Wollen Kapselhersteller ein möglichst breites Sortiment abdecken, benötigen sie also entsprechende Abfüll- und Verpackungslinien.

Das Ziel: drei Kapseln in einer Linie

Bei Schubert ist das Gespür für die Wünsche der Kunden fest in der Unternehmens-DNA verankert. Bereits heute ist die TLM-Technologie von Schubert in der Lage, sämtliche Verpackungsaufgaben für Kaffeekapseln in einer Maschine zu vereinen. Jetzt möchte das Unternehmen, getreu der Schubert-Philosophie, eine größtmögliche Flexibilität bieten und die verschiedenen Kapselformate zukünftig in einer einzigen Produktionslinie ermöglichen.

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Schubert hat das Ziel, eine Anlage mit hoher Leistung zu entwickeln, die sich mit wenigen Handgriffen und in kurzer Zeit zwischen den drei gängigsten Formaten umstellen lässt. Mit einer solchen Abfüllmaschine und Verpackungsmaschine ließen sich die Flexibilität erhöhen, die Investitionskosten verringern und Stellfläche einsparen. Damit könnten die Hersteller die Wertschöpfung ihrer Maschinen optimal ausnutzen und ihren Marktanteil erhöhen.

Die Lösung: Formatwechsel auch im Füllbereich

Hinter dem Namen „Schubert Coffee Evolution“-System verbirgt sich ein modulares, ökonomisches TLM-Konzept mit dem intelligenten Transportroboter Transmodul. Die Module für das Befüllen der drei verschiedenen Kaffeekapseln sind auf den Bedarf der Hersteller anpassbar. Je nach gewünschtem Kapselformat wird das entsprechende Modul als „Quick Change“ oder Plug-and-Play-Konzept umgerüstet, aktiviert oder abgeschaltet.

Die spezialisierten Maschinenmodule für die Kapselvarianten sind bei den Herstellern schon lange im Einsatz. Mit dem neuen System sorgt Schubert jedoch dafür, dass die Stationen innerhalb kürzester Zeit umrüstbar sind und so die individuellen Funktionen bei jedem Format angewandt werden können. Für mehr Flexibilität gibt es auch die Möglichkeit, die Kapseln gestapelt oder lose geschüttet zuzuführen.

Ein weiterer Vorteil dieser Abfüllmaschine und Verpackungsmaschine: Die befüllten Kapseln werden direkt vom Abfüllsegment in das Verpackungssegment übergeben. So bleiben die kleinen Behälter sauber geordnet und können schnell und einfach in die gewünschte Sekundärverpackung gesetzt werden.

* Der Autor ist Product Manager Coffee bei Gerhard Schubert, Crailsheim.

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