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Drug Delivery Drug Delivery: Trinkhalm statt Tablette

| Autor / Redakteur: Denise Dreher / Anke Geipel-Kern

Die Idee klingt einfach: Statt mühsam Tabletten einzunehmen, werden die Wirkstoffe einfach mit einem Trinkhalm getrunken und geschluckt. Doch bis diese Idee in eine praxistaugliche Lösung umgesetzt werden konnte, war Kopfarbeit seitens der Sondermaschinenbauer gefragt.

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XStraw – zur intuitiven, sicheren und exakten Dosierung von pelletförmigen Medikamenten
XStraw – zur intuitiven, sicheren und exakten Dosierung von pelletförmigen Medikamenten
(Bild: Höfliger)

Viele Kinder verziehen angewidert das Gesicht, wenn sie Medikamente einnehmen sollen. Das ist verständlich: Medizin schmeckt oft bitter, Tabletten sollen sie unzerkaut schlucken. Auch alten Menschen mit Schluckbeschwerden macht die orale Medikamenteneinnahme zu schaffen.

Der Trinkhalm XStraw ist mit Pellets befüllt. Diese winzigen Kügelchen im Trinkhalm schmeckt der Patient nicht und spürt sie kaum. Er trinkt voller Genuss sein Lieblingsgetränk und nimmt dabei die exakte Medikamentenmenge zu sich – ganz ohne unangenehme Geschmackserlebnisse.

Der Trinkhalm wird auf vollautomatischen Anlagen mit der exakt benötigten Dosis befüllt. Fehldosierungen lassen sich dank der Vordosierung auf der Herstellerseite vermeiden. Beim Trinken bewegt sich ein Kontrollfilter nach oben. Das schafft Gewissheit, dass die richtige Menge eingenommen wurde – die Gefahr, etwas zu verschütten, entfällt ebenfalls.

Strohhalm für wirksame Pellets

Mit dem Trinkhalm muss niemand mehr mit dem Löffel vor dem älteren Patienten sitzen oder mit Engelszungen auf das Kind einreden, um das Medikament einzunehmen. Die kinderleichte Anwendung sowie eine individuelle Auswahl der Getränkeart und damit des Geschmacks machen den Trinkhalm bei Patienten beliebt. Auf Wunsch ist der XStraw für Marketingzwecke auch bedruckt mit Brandname oder Dosierung lieferbar. Dank perfekt aufeinander abgestimmter Komponenten aus Polypropylen und einer luftdichten Verpackung im Aluminiumblister entfallen spezielle Anforderungen an Lagerbedingungen.

DS Technology, eine Tochterfirma von Harro Höfliger, liefert die dafür nötigen Anlagen und ist auch Ansprechpartner, wenn es um die Vergabe von Fülllizenzen geht. Kunden erhalten umfassende Kompetenz und Unterstützung bei der Entwicklung und Herstellung der multipartikulären Darreichungsform („Pellets“), Lieferung der Materialkomponenten, Realisierung des Produktionsprozesses durch Anlagenerstellung, Vermittlung von Zulassungsdossiers – und auf Wunsch die Lohnabfüllung. Die Entwicklung und Serienrealisierung erfolgt gemeinsam mit dem Partner Raumedic. Der Systemlieferant für polymere medizintechnische und pharmazeutische Baugruppen, besitzt alle benötigten Anlagen, Werkzeuge und Nachfolgeeinrichtungen für eine vollautomatische Produktion und Verpackung des extrudierten Trinkhalmes und der exakt darauf abgestimmten spritzgegossenen Kappe.

Neben dieser Anwendung ist der Sondermaschinenbauer Harro Höfliger auf der Interpack mit weiteren Exponaten zu sehen, beispielsweise mit einer Produktionsmaschine für die Befüllung von Hartkapseln (Modu-C High Speed) und einer Hochleistungs-Rotationssiegelmaschine für Vierrandbeutel. Im Bereich Packaging zeigt das Unternehmen die MTL, einen modularen Toploader in Balkonbauweise und die horizontale Kartoniermaschine MKT.

* Denise Dreher ist im Sales Marketing bei HARRO HÖFLIGER, Verpackungsmaschinen GmbH.

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