Anbieter zum Thema
Anwendungsspezifische Lösung
Die flammenlose Druckentlastung wird inzwischen in immer mehr verschiedenen Bereichen eingesetzt. Ein seriöser Hersteller mit dem notwendigen Know-how passt seine Lösungen dem Problem an. Beispielhaft erklärt mit den Produkten von Fike: Während ein Flamquench die meisten Anwendungen abdecken könnte, ist der Einsatz doch nicht immer optimal.
So ist der Elequench beispielsweise für den Einsatz an Elevatoren optimiert. Wohingegen das GEX-System für den Schutz von Gasexplosionen optimiert ist. Denn Staubexplosionen unterscheiden sich nun mal signifikant von Gasexplosionen, und Explosionsverläufe in Becherelevatoren weichen von ähnlichen Ereignissen in Filteranlagen oder Lagerbehältern ebenfalls deutlich ab.
Individuelle Auslegung
Die Auslegung einer flammenlosen Druckentlastung sollte stets projektspezifisch, zusammen mit dem Hersteller erfolgen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Druckentlastung, sind hier nicht nur dem Hersteller oder Betreiber bekannte Kenndaten wie Explosionsüberdruck, Abmessungen und Druckstoßfestigkeit des Behälters entscheidend.
Die benötigte Entlastungsfläche ist ebenso abhängig von den Performance Daten der flammenlosen Druckentlastung wie Entlastungseffizienz, Vmax, Verstopfungsgefahr und der Reaktion der Schutzeinrichtung auf bestimmte Partikelgrößen und -arten. Diese sind lediglich dem Hersteller des Geräts bekannt und machen eine Überprüfung einer eventuell vorab erfolgten Berechnung notwendig. Ein qualifizierter Hersteller führt diese grundsätzlich und kostenfrei durch.
Chance für Alternativen
Nicht immer ist die flammenlose Druckentlastung die beste Lösung für einen Anwendungsfall. Ein Hersteller mit den entsprechenden Alternativen, wie einer aktiven Explosionsunterdrückung oder Präventionseinrichtungen im Programm, kann sein Angebot einfacher an die Bedürfnisse anpassen. Wichtig ist hierbei auch das verfügbare Zubehör. So sollte bei den meisten Einrichtungen zur flammenlosen Druckentlastung eine Indikation mit angeboten werden, um dem Betreiber das Erkennen eines Zwischenfalls zu erleichtern. Bestimmte Produkte erfordern eventuell einen anderen Dichtungswerkstoff, und manche Einbaulagen eine schützende Abdeckung.
Die optimale Lösung ist, den Hersteller Ihres Vertrauens bereits im Entwicklungsstadium bzw. der Projektierungsphase mit einzubinden. Es können beispielsweise die benötigten Flächen freigehalten, die Platzierung der Schutzeinrichtung optimiert sowie Einbauten günstig positioniert werden, damit diese die Effektivität der Schutzeinrichtung nicht behindern.
Zusammenfassend darf gesagt werden, dass der Hersteller stets aktiv an der Lösungsfindung beteiligt sein sollte. Ein verlässlicher Hersteller stellt Fragen, da er die Verantwortung, welche er mit einer solchen Sicherheitseinrichtung übernimmt, auch erkennt. Dies kann auch bedeuten, im Einzelfall auf ein Projekt zu verzichten, falls die Parameter den Einsatz der eigenen Produkte nicht zulassen.
* Der Autor arbeitet für Fike Deutschland, Mannheim. Kontakt: Tel. +49-621-32167-0
(ID:42852620)