Überblick ACHEMA 2012

Das Megaevent ACHEMA steht kurz bevor

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Neue Struktur – neue Pläne

Allerdings hat die ACHEMA schon in der Wirtschaftskrise vor drei Jahren bewiesen, dass sie auch schwerem Seegang gewachsen ist, und die Schuldendiskussion in der EU ist im Vergleich zu 2009 ein laues Lüftchen. Daher gibt es gute Gründe für den Slogan „Branchenoptimismus zum Anfassen“, unter den Scheuring die Messe in diesem Jahr stellt.

Die neue Struktur der DECHEMA, die sich seit Februar in die Stiftung DECHEMA-Forschungsinstitut und die DECHEMA e.V. sowie die Ausstellungs-GmbH gliedert, soll den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Messe von dem gemeinnützigen Verein trennen und neue, auch internationale Spielräume schaffen. An welche Bereiche gedacht ist, müsse noch konkretisiert werden, grundsätzlich wolle man da sein, wo die Musik spielt, sagt Scheuring.

Größere Ausstellungsfläche als 2009

Was das neue DECHEMA-Trio bewegt, bleibt also abzuwarten, Bewegung in die Aufteilung der Austellungsgruppen hat aber auf jeden Fall das Revirement des Geländes gebracht. Insgesamt steht damit im Vergleich zur Vorveranstaltung mit 140.000 m2 eine leicht vergrößerte Ausstellungsfläche zur Verfügung. Die Mess- und Regeltechnik ist in die neue zweistöckige Halle 11 umgezogen und hat jetzt Platz satt, den die Aussteller laut Scheuring auch genutzt haben. Zufriedene Gesichter, ob der repräsentativeren Halle und der dadurch gestärkten Wahrnehmung, bei den Interessenverbänden Namur und ZVEI in Person von Dr. Wolfgang Morr (Namur) und Dr. Reinhard Hüppe (ZVEI): Die neue Aufteilung werde der Bedeutung der Regel-, Mess- und Prozessleittechnik gerecht, sagen sie.

Die starke Präsenz der Querschnittstechnik Prozessautomatisierung in Frankfurt hat gute Gründe. „Über ein Viertel unserer Abnehmer befinden sich in den Branchen, die auf der ACHEMA angesprochen werden“, sagt Michael Ziesemer, COO von Endress+Hauser. Mit 19 Prozent ist die Chemieindustrie die größte Abnehmerbranche, weitere sieben Prozent entfallen auf die Pharmaindustrie.

Energieeffizienz in aller Munde

Grund zum Klagen hat Ziesemer nicht, denn die Prozessautomatisierer freuen sich über ein zweistelliges Wachstum bei den Auftragseingängen. Außerdem macht sich der ZVEI für das Querschnittsthema der ACHEMA stark, nämlich Energieeffizienz, und lässt keine Gelegenheit verstreichen, die Bedeutung der Prozessautomatisierung hervorzuheben. „Verfahrenstechnische Branchen sind Branchen, die alle in hohem Maß Energie verbrauchen“, erklärt Ziesemer. „Im Schnitt gehen wir davon aus, dass sich der Energieverbrauch (durch den Einsatz von Prozessautomatisierung) um 25 Prozent senken lässt.“

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