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China Market Insider Chinas Pläne beflügeln Wasserstoffindustrie

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Wird China für die Wasserstoffwirtschaft wiederholen, was es für die Solarenergie getan hat? Shell glaubt daran, und passt seine Chinastrategie entsprechend an. Für ein erstes Pilotprojekt – den Bau eines Elektrolyseurs und Wasserstoff-Tankstellen für die Olympischen Winterspiele in Peking – hat der Konzern soeben ein neues Joint-Venture mit einem chinesischen Partner gegründet.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Die Solarenergie, so glaubt man bei Shell, könnte ein Schulbeispiel sein für das, was ab jetzt auch mit der Wasserstoffwirtschaft in China geschehen wird. Durch industriepolitische Zielsetzungen und massive finanzielle Förderungen hat die Volksrepublik in den vergangenen zehn Jahren die installierte Kapazität für Solarenergie von nahezu Null auf über 200 Gigawatt ausgebaut. Der Preis für Solarstrom ist daher stetig gefallen und ist mancherorts bereits ohne Subventionen wettbewerbsfähig.

Seit Wasserstoff Anfang dieses Jahres als wichtige, förderungswürdige Schlüsselindustrie in Chinas Regierungsbericht aufgetaucht ist, erlebt die Industrie in der Volksrepublik einen Investitionsschub. Örtliche Regierungen, ausländische und chinesische Ölkonzerne und viele andere Player positionieren sich derzeit auf einem Markt, der in den kommenden Jahren schneller wachsen dürfte als je zuvor.