Länderreport Schweden

Chemieindustrie auf der skandinavischen Halbinsel

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Produktion/Branchenstruktur

Die etwa 2550 Unternehmen der schwedischen Chemiebranche (inklusive Gummi- und Kunststoffindustrie) produzierten 2009 Waren im Wert von 240 Milliarden srk bis 245 Milliarden skr. Sie erwirtschaften rund zwölf Prozent aller Industrieumsätze des Landes. Wichtigste Segmente sind die Pharma-, Kunststoff- und Basischemikaliensparten. Die Hersteller befinden sich vornehmlich in ausländischem Besitz.

Der führende Produzent im Arzneimittelbereich, Astra Zeneca, investiert hohe Beträge in Produktion und Forschung. Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat 2007 seine schwedische Hauptniederlassung von Göteborg nach Stockholm verlegt; sie ist die skandinavische Zentrale von Bayer Schering Pharma. Die meisten internationalen Pharmakonzerne unterhalten Niederlassungen sowie Forschungs- und Entwicklungszentren im Land. Schweden genießt für Forschungszwecke sowie als Absatzmarkt einen guten Ruf.

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In der Kosmetiksparte existiert eine kleine Anzahl von Fertigungsstätten unter der Regie der Unternehmen Cederroth und Forte sowie der deutschen Konzerne Henkel und Beiersdorf. Das Produktionsvolumen wird vom Verband auf unter zwei Milliarden skr taxiert.

Die mittelständisch strukturierte Kunststoffindustrie wird vom Polymerhersteller Trelleborg angeführt. Viele weitere Unternehmen unterhalten Produktions- und Forschungsstandorte in Schweden. Die Betriebe geraten vermehrt unter Druck, stärker als Systemlieferant aufzutreten sowie flexibel und in kleinen Serien zu produzieren.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Schweden finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

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