Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.
Der Chemiekonzern BASF bereitet den Verkauf der Produktionsanlagen am Standort Industriepark Höchst vor. Mit der ProChem InnoTec GmbH sei eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen mit. Der Abschluss der Transaktion mit dem Frankfurter Chemieunternehmen werde für das Ende des ersten Quartals nächsten Jahres erwartet. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
BASF hatte bereits Mitte 2024 angekündigt, sich wegen des Kostendrucks von dem Industriepark im Frankfurter Stadtteil Höchst zu trennen. Alle BASF-Produktionsanlagen in dem Industriepark seien von dem Verkauf betroffen, teilte Nicolai Wörz, Geschäftsführer BASF Agricultural Solutions GmbH, mit. Diese seien bislang für die Produktion von Glufosinat-Ammonium genutzt worden, dessen Herstellung zum Ende des Jahres 2024 eingestellt wurde.
Bei Angriffen auf die russische Ölindustrie an der Ostsee hat die Ukraine auch die große Raffinerie von Kirischi im Umland von St. Petersburg mit Kampfdrohnen attackiert. Gebietsgouverneur Alexander Drosdenko bestätigte auf Telegram, dass es Schäden in einem Industriegebiet von Kirischi gebe. Über dem Gebiet seien 21 feindliche Flugobjekte ausgeschaltet worden.
In Telegramkanälen wurde unter Berufung auf Anwohner geschrieben, dass es Brände in der Raffinerie gebe. Kirischi ist nach Branchenangaben die zweitgrößte Raffinerie in Russland und kann jährlich 20 Millionen Tonnen Öl verarbeiten.
In der Ukraine berichtete die 414. Drohnenbrigade von einem Dreifachschlag gegen die Ölbranche im Nordwesten Russlands. Zunächst seien am Montag Öltanks und Verladeanlagen im Hafen Primorsk am Finnischen Meerbusen in Brand geschossen worden. Am Mittwoch folgte eine Attacke auf den Hafen Ust-Luga, der für den Export von Erdöl und Flüssigerdgas (LNG) wichtig ist.
Dritter Schritt sei die Attacke auf Kirischi, schrieb das Militär auf X. Ziel sei, russische Ölausfuhren über die Ostsee zu stoppen und damit den Kreml von einer wichtigen Geldquelle für seinen Krieg gegen die Ukraine abzuschneiden. Weil die USA wegen des Iran-Kriegs Sanktionen gegen Moskau gelockert haben, steigen derzeit die Verdienstmöglichkeiten Russlands.
Nach den Angriffen waren jeweils Brände und kilometerlange Rauchsäulen zu beobachten. Gesicherte Angaben zu Schäden an den Anlagen gibt es aber nicht. In Primorsk sei es nach drei Tagen gelungen, den Brand der Öltanks einzudämmen, teile Gouverneur Drosdenko am Donnerstag mit. Es bestehe keine Gefahr mehr, dass das Feuer sich ausbreite.
Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB zeigt sich trotz des Irankriegs für das laufende Jahr verhalten zuversichtlich. «Der Krieg im Mittleren Osten führt zu einer sehr angespannten weltpolitischen Lage», teilte der Sprecher der Geschäftsleitung, Stephan Timmermann, bei Vorlage der endgültigen Zahlen im pfälzischen Frankenthal mit.
Die gestiegenen Energie- und Logistikkosten seien bereits heute spürbar. Der Konflikt dürfte sich auf die Kennzahlen von KSB in den ersten Monaten des Jahres auswirken. Die Dividende für 2025 will die Geschäftsführung stabil halten. Das Unternehmen hatte bereits im Februar Eckdaten vorgelegt, die es nun bestätigte. Den Ausblick konkretisierte das Unternehmen.
Den Planungen zufolge soll der Auftragseingang 2026 vom im Vorjahr erreichten Rekordwert von 3,2 Milliarden auf bis zu 3,5 Milliarden Euro steigen, er könnte aber auch auf 3,1 Milliarden Euro zurückgehen. Beim Umsatz steht eine Bandbreite von 2,9 bis 3,2 Milliarden Euro im Plan. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte zwischen 220 und 265 Millionen Euro liegen. Damit wären auch bei Erlös und Ergebnis sowohl Steigerungen als auch Rückgänge möglich.
2025 stieg der Umsatz wie bereits bekannt im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro. Zum Zuwachs trug vor allem das Pumpengeschäft bei. Der Auftragseingang zog in dem Zeitraum ähnlich stark wie der Erlös auf 3,2 Milliarden Euro an. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich um gut drei Prozent auf
Stand: 08.12.2025
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